Was kam aus Jülich in die Asse?

In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden in der Asse sogenannte Moderatorenkugeln aus dem dem Versuchsreaktor in Jülich eingelagert. Diese Moderatorenkugeln sollten den Abbrennablauf im Reaktor in Jülich steuern. Sie hatten die gleiche Form wie die Brennelemente. Nach offiziellen Aussagen sind in der Asse „nur“ die Moderatorenkugeln (Steuerungskugeln) eingelagert – jedoch keine Brennelementekugeln.

Gleichwohl werden die Abfälle aus Jülich als wahrscheinliche Quelle des Tritiumaufkommens in der Asse betrachtet.

Wenn man der Aussage vertraut, dass es keine Brennelemente sind, die in der Asse lagern, entstehen trotzdem neue Fragen. Die  Zeitschift „Der Freitag“ berichtet darüber, dass der Forschungsreaktor über lange Zeit mit überhöhten Temparaturen betrieben worden ist. Dies hat dazu geführt, dass eine ungeplante Kontamination des Reaktordruckgehäuses erfolgte, dass einen Rückbau nach heutigem Stand der Technik als unmöglich erscheinen läßt.

Eine Frage drängt sich auf: Wenn der Betrieb mit überhöhten Temparaturen zu einer erhöhten radioaktiven Belastung des Druckbehälters geführt hat – hat er dann auch zu einer erhöhten Dokontamination der Moderatorenkugeln geführt?

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