Flutung auf Umwegen? Oder: „Welches Spiel betreibt das BMU?“

Bereits am 31.5.2011 hat das Oeko-Institut Freiburg im Auftrag des Bundesumweltministeriums die „Neuberechnungen zu den Auswirkungen eines auslegungsüberschreitenden Lösungszutritts in der Schachtanlage Asse II“ vorgelegt.

Die Arbeitsgruppe Optionenvergleich (AGO) hat hierzu am 31.8.2011  eine Stellungnahme abgegeben.

Auf Seite 7 der Stellungnahme ist folgender Text zu finden: „Ein möglicherweise entstehendes Missverständnis im Zusammenhang mit der Unterlage ÖKO-INSTITUT (2011) besteht darin, dass mit Hilfe der Neuberechnungen ein Langzeitsicherheitsnachweis für die Schachtanlage Asse II geführt werden könne“.

Die AGO bemängelt außerdem, dass der Auftrag des BMU an das Öko-Institut nicht bekannt sei. Auf Seite 4 der Stellungnahme heißt es: „Bewertung durch die AGO. Da der AGO der Wortlaut der Beauftragung von BMU an Öko-Institut e.V. nicht vorliegt, kann die Motivation des BMU zur Beauftragung des Gutachtens und die beabsichtigte Zielsetzung nicht beurteilt werden.

Einschätzungen, dass das Bundesumweltministerium  die Vollverfüllung weiterverfolgt sind durchaus berechtigt. So führt das BMU auf seiner Website aus: „Aufgrund der derzeitigen Erkenntnisse erscheint zwar die Rückholung der Abfälle als die beste Lösung, jedoch ausschließlich dann, wenn ein Großteil der Abfälle herausgeholt werden kann und tatsächlich kein Langzeitsicherheitsnachweis für die Vollverfüllung geführt werden kann“.

Die Tatsache, dass das BMU den Begleitprozess nicht schon sich aus vollständig über die Auftragserteilung informiert hat, verstärkt diesen Eindruck.

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