WAAG fordert Entlassung Sanders

Pressemitteilung der WAAG 28.12.2011

Weil wir für unser Leben gern hier leben

wollen wir keinen Umweltminsiter, der unsere Region aufgibt, meint die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) und fordert von Minsterpräsident Mc Allister die Entlassung des niedersächsischen Umweltministers Heinrich Sander. Vorausgegangen war die Aussage Sanders, dass es nicht mehr möglich sei, den Atommüll aus Asse II zu bergen und dass seine Fachleute das schon immer wussten. Das bisherige Verhalten von Sander lasse darauf schließen, dass er genau auf diesen Zeitpunkt hingearbeitet hat, so die WAAG. Als Beispiele hierfür ständen die auffällig langen Bearbeitungszeiten im atomrechtlichen Genehmigungsverfahren, die Erteilung von kaum erfüllbaren Auflagen – ohne dabei Hilfestellungen zu leisten – und eine seit Monaten – nur als Blockade-Haltung zu verstehende – mangelnde Bereitschaft zur Annahme der kontaminierten Lauge.

Sanders jetzige Forderung nach schnellstmöglicher Schließung des Schachtes bedeute, dass unüberschaubare Risiken für unsere Region, aber auch für große Teile des östlichen Niedersachsens in Kauf genommen werden. Denn nach einer Flutung von Asse II – nichts anderes stelle die sogenannte Vollverfüllung dar – würden früher oder später radioaktive und toxische Substanzen durch den Bergdruck ausgepresst und auch in das Wassereinzugsgebiet von Oker, Weser und Elbe gelangen.

Die WAAG äußerte im Brief an Ministerpräsident Mc Allister, dass nicht auf das angekündigte Ausscheiden des Ministers gewartet werden könne, die Asse lasse nicht die Zeit. „Wir brauchen einen Umweltminister, der eigenverantwortlich nach Lösungen sucht und nicht einen, der das BfS bei seiner schwierigen Arbeit behindert“, so die WAAG.

Der Brief wurde dem Ministerpräsidenten zwar schon zugestellt, kann aber auf der Mahnwache am 2.1.12 (um 18 Uhr vor Seeliger, Lange Herzogstr. 63 in Wolfenbüttel auch von den Menschen hier vor Ort unterschrieben und das Anliegen damit unterstützt werden.

Der Brief ist hier nachzulesen.

Am 27.12.2011 hatte der Asse II-Koordinationskreis gewarnt, dass es zu einer radioaktiven Kontamination des Grundwassers in der Region um die Asse und im Braunschweiger Land, bis hin zu Weser und Elbe, kommen könnte, wenn der Asse-Schacht mit Atommüll verschlossen und geflutet würde.

Zum Download bereit steht das hydrogeologische Strömungs- und Transportmodell, aufgrund dessen Dr. Ralf Krupp zu seiner Aussage über die drohende Auspressung von radioaktiv kontaminierten Gasen und Flüssigkeiten bei einer Flutung der Asse kommt.

Lesen Sie auch die Presse-Erklärung des Asse II-Koordinationskreises vom 27.12.2011

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