„Pumpen statt Fluten!“ – Asse-Betreiber muss Wasserzutritte bewältigen können statt vor ihnen zu kapitulieren:

Vorstellung eines Konzeptentwurfes zur Trockenhaltung der Asse. Start einer Unterschriften-Kampagne.

Es nicht hinnehmbar, das das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sich bei der Bewältigung von Lösungszutritten in Asse II selber Fesseln anlegt und behauptet, oberhalb einiger Hundert Kubikmeter Lösungszutritt pro Tag nur noch mittels „Gegenflutung“ der Asse reagieren zu können.

Für den Asse II-Koordinationskreis heißt es dagegen „Pumpen statt Fluten!“ Wir verlangen vom Betreiber von Asse II, alles für eine Trockenhaltung des Bergwerkes zu tun, damit die Rückholung möglichst vollständig gelingen kann. Die Aufsichtsbehörden und das BMU fordern wir auf, sich nicht mit den vom BfS vorgelegten Notfallplanungen zufrieden zu geben, sondern auf die Vorlage alternativer Notfallkonzepte zu dringen.
„Man kann uns nicht mehr mit derart lächerlichen Pumpkapazitäten abspeisen, wie es das BfS versucht“, so Peter Dickel vom A2K. „In anderen Bergwerken sind Fördermengen von mehr als 1.000 m³ in der Stunde üblich, und das BfS will sich auf höchstens 500 m³ pro Tag, also etwa 20 m³ die Stunde, beschränken? Das ist weniger als ein Fünfzigstel! Deswegen starten wir heute die Kampagne ‚Pumpen statt Fluten!’“

Eine seriöse Notfallplanung muss auf die lange Aufrechterhaltung der Trockenheit des Bergwerkes und auf einen baldestmöglich zu beginnenden Rückholungsbetrieb ausgerichtet sein.

Doch Pumpen alleine reicht nicht. Für eine zuverlässige Abförderung der Zutrittslaufe ist notwendig:
Vorrichtungen zum Auffangen und Fassen erheblicher Lösungszutritte bauen;
Errichtung angemessener Pumpkapazitäten von mehr als 10.000 m³ pro Tag (d.h. mehr als 400 m³/h);
Verlegung handelsüblicher Druckrohre, mit denen pro Rohr mit einem Innendurchmesser von 10 cm weit mehr als 1.000 m³ pro Tag, also über 40 m³ pro Stunde abgepumpt werden können;

Ertüchtigung der dafür notwendigen Stromversorgung: bei der ohnehin notwendigen Neuverlegung einer Mittelspannungsleitung von Wolfenbüttel zur Asse ist die notwendige Stromversorgung für leistungsfähige Pumpen gleich mit zu berücksichtigen; etwa 200 kW Leistung werden pro 1000 m³ Tagesförderung benötigt;
Abgabekapazitäten über Tage vorhalten: Gleisanschluss für Kesselwagen, um Lauge abzutransportieren: alternativ eine Pipeline in einen Binnenhafen legen; weitere Verbringungsmöglichkeiten sind zu klären.
Parallel wäre die Hydrogeologie des Wasserzutritts zu untersuchen, um ihn eventuell eindämmen zu können.
Der Asse II-Koordinationskreis von Bürgerinitiativen und Verbänden lehnt eine Flutung der Asse strikt ab.
Die unabsehbaren Schädigungen von Mensch und Umwelt sind nicht zu veranworten.

Hintergrund: Konzept-Skizze für eine Trockenhaltung der Asse auch bei erheblichen Lösungszutritten
Neue Webseite: <http://www.asse2alarm.de>
Kontakt: Andreas Riekeberg, mobil.: ++49(0)170-1125764

Im Asse II – Koordinationskreis arbeiten unter anderem mit:
Aktion Atommüllfreie Asse Wolfenbüttel • Anti-Atom-Plenum Braunschweig • Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e.V. • AufpASSEn e.V. • BürgerAktionSichere Asse (BASA) • Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) • BUND Kreisgruppe Wolfenbüttel • Bündnis 90/ Die Grünen, Kreisverband Wolfenbüttel • Ev.-luth Kirchengemeinde St. Thomas Wolfenbüttel • Jugendumweltnetzwerk Niedersachen AK Asse • Robin Wood e.V. • SPD Ortsvereine Denkte/Kissenbrück und Remlingen • Umweltschutzforum Schacht-Konrad Salzgitter e.V. • Wolfenbüttler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) • sowie zahlreiche Einzelpersonen

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