BIBS* bringt Resolution in Ratssitzung in Braunschweig ein

Der Rat der Stadt möge die folgende Resolution beschließen:

„Der Atommüll und die chemotoxischen Abfälle im Bergwerk Asse II stellen für
die Bürger und Bürgerinnen der Stadt Braunschweig eine Gefährdung da, sofern
sie in der Schachtanlage verbleiben.

Mit großer Sorge stellt der Rat fest, dass die Notfallplanung des Betreibers
ein Fluten der Schachtanlage unter Verbleib der eingelagerten Abfälle vorsieht.
In diesem Fall würden radioaktive und hoch giftige Partikel zusammen mit der
eingebrachten Flüssigkeit durch den Gebirgsdruck aus dem Bergwerk ausgepresst
werden und möglicherweise schon innerhalb weniger Jahrzehnte in die Biosphäre
gelangen. Davon wäre auch die Stadt Braunschweig bedroht. Dies ist die einzige
bisher geplante und schon in Vorbereitung befindliche Notfallmaßnahme, die
durchgeführt werden soll, wenn sich der Wasserzutritt in die Schachtanlage
derart erhöht, dass er nicht mehr beherrschbar erscheint.

Deshalb fordert der Rat der Stadt Braunschweig im Interesse der Bürger und
Bürgerinnen die Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene auf, für eine
zügige Räumung des Atommülls und der Giftabfälle aus Asse II zu sorgen. Der Rat
der Stadt Braunschweig hält die Flutung der Asse – auch im Notfall – für
unverantwortlich und fordert daher die Verantwortlichen auf Bundes- und
Landesebene auf, dem Betreiber aufzuerlegen, dass er neue Notfallkonzepte
entwickelt, Vorkehrungen zur Beherrschung höchster Mengen an Wasserzutritt
trifft und eine Flutung unter Verbleib der Abfälle im Bergwerk ausschließt.“

 

*Bürgerinitiativen Braunschweig

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