Solidarität mit den Menschen in Japan

Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten , …

 die viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Erde verändern.“, dieses afrikanische Sprichwort stand auf einer der Karten, die die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) nach Hiroshima geschickt hat. Dort findet am 6. August, dem Jahrestag des Atombombenabwurfs im Jahr 1945, eine Demonstration gegen die zivile Nutzung von Atomkraft statt.

 Außerdem hat die WAAG den Veranstaltern ein Grußwort, sowie ein Band mit einer aufgedruckten Menschenkette geschickt, das symbolisch die Städte Wolfenbüttel mit Fukushima und Hiroshima verbindet. Es soll zeigen, dass auch hier Menschen an sie denken, mitfühlen und sich für die selben Anliegen einsetzen. Dazu wurden Symbole wie Origami-Kraniche und gelbe aufpASSEn-As, aber auch Anstecker von hiesigen Aktionen, z. B. von der Lichterkette am Fukushima-Jahrestag, an das Band gehängt.

 Vor über zwei Jahren – ein Jahr vor der Katastrophe von Fukushima – hat die WAAG für ihre Aktion „Tausend Kraniche für eine atommüllfreie Asse – weil wir für unser Leben gern hier leben!“ ein Symbol aus einer japanischen Legende entliehen. Sie besagt, dass demjenigen ein Wunsch erfüllt wird, der tausend Origami-Kraniche faltet. Weltweit bekannt wurde sie durch die wahre Geschichte des Mädchens Sadako Sasaki, das in Hiroshima lebte, beim Atombombenabwurf zwei Jahre alt war und mit 12 Jahren an Leukämie erkrankte. Sie faltete weit über tausend Kraniche, um gesund zu werden, verstarb jedoch im gleichen Jahr. Ihre Schulfreunde setzten sich dafür ein, dass ihr in Hiroshima ein Denkmal errichtet und so der Kranich weltweit zum Symbol wurde. Am Hiroshima-Jahrestag wird das Denkmal mit Origami-Kranichen behängt.

Die WAAG erhielt damals die ersten 100 Kraniche von einer Bürgerinitiative aus dem Zürcher Weinland in der Schweiz, mit dem vielsagenden Namen „Kernfrauen“. „Es war ein unbeschreibliches Gefühl von eigentlich unbekannten Menschen aus einem anderen Land Solidarität zu erfahren“, erinnern sich die Leute von der WAAG und hoffen, dass ihre Post bei den Menschen in Japan auch so „ankommt“.

 Wer auch einen solidarischen Gruß – eine Karte, ein Foto oder was auch immer die Phantasie hergibt – an die Menschen in Japan schicken möchte, kann dies an folgende Adresse tun:

Doro Chiba
Tigerman
D C Kaikan Bldg., 3F 2-8
Kaname-cho, Chuo-ku, Chiba-shi,
Chiba 260-0017,
Japan

Von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg sind zwei Vertreter zum Hiroshimatag nach Japan eingeladen, die Flugkosten müsste die BI allerdings selbst übernehmen. Die Anwesenheit einer deutschen Gruppe wird dort sehr hoch geschätzt, da die deutsche Anti-Atomkraft-Bewegung international als sehr erfolgreich gilt. Näheres zu dieser Reise und zu der Möglichkeit diesen Flug finanziell zu unterstützen findet sich unter
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/aktuell/spendenaufruf-fur-japanreise

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