Atomwaffen-Uran in Atomkraftwerken – Transparenz ist Silber, Verschweigen Gold

Die Süddeutsche Zeitung berichtet darüber, dass Uran aus russischen Beständen (aus Atomwaffen und Atom-U-Booten) dazu genutzt wurde, wiederaufbereitetes Uran aus Westeuropa mit höherangereichertem Uran aus Russland zu Kernbrennstäben zu verarbeiten, die in deutschen Atomkraftwerken genutzt wurden.

Die Ursprung für dieses Verfahren sind – so die SZ – auf dem G8-Gipfel 2002 in Kanada zu suchen. Sowohl der damals agierende Bundeskanzler (Schröder) als auch der Außenminister (Fischer) sind politische Geschichte. Der damalige Bundesumweltminsiter ist heute noch auf der politischen Bühne aktiv. Sein Name: Jürgen Trittin.

Nach Bericht der SZ wurden die Brennstäbe in den Kernkraftwerken Obrigheim und Neckarwestheim (beide EnBW), Brokdorf (Eon), Unterweser (Eon) sowie Gundremmingen (RWE und Eon) eingesetzt. RWE habe mittlerweile den Einsatz von 856 Brennstäben bestätigt.

Allein das Abwracken der russischen Nordmeer-U-Boot-Flotte wurde von der Bundesrepublik mit 600 Millionen Euro gefördert.

Eine der großen „Player“ in diesem Geschäft sind die Energie-Werke-Nord, ein Unternehmen, das sich zu 100 % im Bundesbesitz befindet.

Es ist zu klären, ob und in welchem Umfang die deutsche Atomindustrie unter dem Titel „Abrüstung von Atomwaffen“ und den Bezug der daraus entstandenen Brennstäbe indirekt subventioniert wurde.

Es stellt sich außerdem die Frage, ob die mit dem ersten sogenannten „Atomausstieg“ verbundenen langen Restlaufzeiten auch dadurch erklären, dass Laufzeit für die „Abrüstung“ des russischen Urans in Brennelementen für Atomkraftwerke benötigt wurde.

Zwei Dinge werden schon jetzt bestätigt:

1. Atomindustrie und Atomwaffen sind wieder einmal eng miteinander verbunden.

2. In Fragen der Atomindustrie und Atomwaffen gilt das abgewandelte Sprichwort: Transparenz ist Silber, Verschweigen Gold.

Weitergehende Artikel:

zum Artikel der Süddeutschen Zeitung 

zu Informationen der EWN über das Engagement in Russland

zum Artikel der Zeit über die „Abwrackprämie“ für russische Atom-U-Boote

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