Der Veränderung der Begriffe folgt die Veränderung der „Realitäten“

Der Begriff Langzeitsicherheitsnachweis (der zugegeben sprachlich unsinnig ist – wer kann schon einen Nachweis für die Zukunft führen) wird schleichend durch den Begriff  „Langzeitsicherheitsanalyse“ ersetzt. Dieser Wandel ist nicht nur ein Austausch von Begriffen.

Ein Nachweis ist grundsätzlich auf Überprüfbarkeit angelegt. Eine Analyse ist „nur“ die Grundlage für eine anschließende Entscheidung, die wie auch immer ausfallen kann.

Die Aufweichung von Schutzbestimmungen geht weiter. Ein lesenswerter Beitrag ist hier zu finden

Der sogenannte “Langzeitsicherheitsnachweis” zum ERAM ist – vorerst? – gescheitert

Nicht die Einschlusswirkung von Endlagern, ist maßgebend. Es soll offenbar künftig der Verdünnungsnachweis ausreichen. 

Eine vom Grundsatz her gleichgelagerte Parallele finden wir an der Asse. Der radioaktiv belastete Laugensumpf vor Kammer 12 wurde entfernt und im Bergwerk zwischengelagert. Grundsätzlich wäre die Lauge an die Landessammelstelle abzuführen. Die nimmt nach ihrer Satzung jedoch keine flüssigen radioaktiven Abfälle an.

Die Lauge müsste verfestigt werden. Dazu müsste ein „Laugenbeton“ hergestellt werden. Dieser „Laugenbeton“ würde die Strahlungsintensität allerdings derart verdünnen, dass er „freigemessen“ werden könnte. Die Landessammelstelle wäre nicht mehr zur Annahme verpflichtet und die zu Beton „entschärfte“ Lauge könnte auf der nächstbesten Bauschuttdeponie „unter freiem Himmel“ abgelagert werden können. 

 

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