Das Bundesamt für Strahlenschutz und die Personalsuche

Der folgende Auftrag wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz (zwingend europaweit) ausgeschrieben:

„Zur Deckung des Personalbedarfs schaltet das Bundesamt für Strahlenschutz Stellenanzeigen in Tages- und Wochenzeitungen (regional wie überregional), in Fachzeitschriften sowie auch online bei diversen Stellenbörsen. Der künftige Auftragnehmer soll das Bundesamt für Strahlenschutz bei der Auswahl der Medien beraten, einen Entwurf des Anzeigenlayouts erstellen sowie die Anzeigen bei den ausgewählten Medien schalten. Dem Auftragnehmer werden die Anzeigentexte per E-Mail übermittelt. Nach einer Qualitätssicherung (Durchsicht des Ausschreibungstextes und ggf. Korrektur in Bezug auf Rechtschreibung, Grammatik und terminologische Korrektheit) soll eine Kontaktaufnahme mit Verlagen bzw. Stellenbörsen stattfinden (Preisermittlung, Anzeigenschluss usw.). Bei Printmedien ist ein Einpassen der Anzeigen notwendig (Entwurf eines Anzeigenlayouts, Erstellung von Kostenvoranschlägen, usw.).“

Es mag schon irritierend genug wirken, welche Einzelaufgaben „outgesourced“ werden sollen. Ist die Personalabteilung eines Bundesoberbehörde tatsächlich nicht dazu in der Lage, die eigenen Stellenausschreibungen korrekt zu formulieren und die Medien auszuwählen, in denen diese erscheinen sollen?

Die Irritation steigert sich ins Unermessliche, wenn ein Blick auf das Volumen der Ausschreibung geworfen wird:

Geschätzter Wert ohne MwSt : 480.000.00 Währung : EUR

Wer sich vor Augen führt, dass die Stellenausschreibung der erste Schritt eines Bewerbungsverfahrens ist, dem die entscheidenden Schritte noch folgen (z.B. Assessment-Center), kommt nahezu zwangsläufig zu dem Ergebnis, dass derjenige der bei der Ausschreibung schon externe Hilfe benötigt, diese auch in den Folgephasen benötigt, diese aber noch nicht benannt sind.

hier der Text der Ausschreibung.

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