BfS – Beginn der Bergung schon 2033 statt 2036 – oder: Asse II, der Schacht der bösen Streiche?

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat einen neuen Terminrahmenplan vorgelegt. Mit der Bergung des Atommülls aus der Asse soll danach nicht erst 2036, sondern schon 2033 begonnen werden.

Die neue Zeitplanung gehe davon aus, dass einige Arbeiten parallel ausgeführt werden können. Erkundungsbohrungen in den Kammern und der Bau eines Schachtes könnten zeitgleich durchgeführt werden. Auch bei weiteren Teilprojekten erhoffe sich das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) einen weiteren Zeitgewinn, heißt es in der NDR-Meldung.

Diese Aussagen können nur Unverständnis erzeugen. Die Forderung nach Parallelisierung von Arbeiten wird von den Bürgerinitiativen schon seit Jahren erhoben. Während der Anhörung zur Lex Asse vor dem Umweltausschuss des Deutschen Bundestages wurde von einem Experten ausgeführt, dass ein wesentlicher Zeitgewinn dann erreicht werden könnte, wenn zu dem Zeitpunkt, wenn der geplante Schacht 5 betriebsbereit ist, auch die unterirdische Bergetechnik und die oberirdischen Anlagen zur Neukonditionierung des Atommülls zur Verfügung stehen. Es wären danach drei zentrale Aufgaben parallel abzuwickeln. Doch davon sind die Planungen des BfS weit entfernt.

Der erforderliche Zeitraum für das Errichten des Schachtes 5 wurde mit 10 Jahren veranschlagt. Das zu erreichende Zeitziel wäre demnach das Jahr 2023.

Wenn das Bundesamt für Strahlenschutz einen doppelt so langen Zeitrahmen veranschlagt, ist das völlig unakzeptabel.

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