„PUMPEN STATT FLUTEN“ – ein Jahr danach

Vor genau einem Jahr haben VertreterInnen der Bürgerinitiativen um die Asse dem Bundesum-weltminister 25.432 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern überreicht, die unter der Überschrift “Pumpen statt Fluten” forderten:

1. Asse II ist kein Endlager: Der Müll muss raus!

2. Die Flutung der Asse ist keine Lösung, auch nicht im Notfall.

3. Der Betreiber des Asse-Bergwerkes muss Konzepte entwickeln, Notfälle in jedem Fall zu beherrschen!

Nach einem Jahr müssen wir feststellen, dass20120628

  • der Betreiber entgegen der eindeutigen Formulierung im Atomgesetz, Asse II beharrlich weiter als Endlager bezeichnet
  • viele konkrete Maßnahmen an der Schachtanlage auch der Vorbereitung der Flutung dienen können
  • kein flutungsunabhängiges Notfallkonzept vorliegt
  • die Räumung der Asse infrage gestellt wird.

Äußerungen der Vize-Präsidentin des BfS am 5.6.2013 vor dem Umweltausschuss: „Die Schachtanlage ist unverzüglich stillzulegen.“ und „Die Stilllegung soll nach Rückholung der radioaktiven Abfälle erfolgen.“ Weiter: „Das ist aber kein Selbstzweck. Sondern falls sich unterwegs herausstellt, dass es auch anders geht, dann gilt natürlich der erste Satz.“

Pumpen statt fluten – eine Maßnahmen von vielen

Nun kann man sicher einen Streit darüber führen, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Situation eintritt, die durch erhöhte Pumpleistungen bewältigt werden kann. Verantwortung bedeutet, jede Möglichkeit ernsthaft in Erwägung ziehen und sie auch bei einer geringen Erfolgschance zu nutzen. Die Schachtanlage Asse II ist ein weltweit einzigartiges Problem. Daher muss weltweites geologisches Fachwissen gebündelt werden, um nach Wegen zu suchen, den Salzstock zu stabilisieren. Wir sehen es darüber hinaus als sinnvoll an, nicht nur auf Expertenwissen zu setzen, sondern auch eine Plattform zu schaffen, die es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, eigene Vorschläge zu machen, wie die Schachtanlage gesichert werden kann. Ein Weg, den andere Bundesministerien bereits beschritten haben.

Forderungen an den Umweltminister

Diese Maßnahmen hat die WAAG vom Bundesum-weltminister gefordert. Weitere Informationen hier

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