Presseerklärung der WAAG: Asse II: Zwischenlagerstandort nach fachlichen Kriterien suchen

Wie erst am 7.1.2014 bekannt wurde, hat das Bundesamt für Strahlenschutz bereits am 13.12.2013 beim Bundesumweltministerium die Zustimmung erbeten, ein Zwischenlager vorrangig assenah zu suchen.

Das Vorgehen des Bundesamtes für Strahlenschutz stößt bei der Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe WAAG in mehreren Punkten auf scharfe Kritik.

Nach Auffassung der WAAG müsse für den Umgang mit Atommüll die Gewährleistung eines höchstmöglichen Sicherheitsstandards gewährleistet sein. Gerade die Erfahrungen mit dem gescheiterten Versuch der Atommülllagerung in der Schachtanlage Asse II sowie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zwischenlager für einen nicht absehbaren Zeitraum betrieben werden müsse, mache dies deutlich.

Wie dieses Ziel erreicht werden könne, müsse der Ausgangspunkt für alle Überlegungen sein. Erst wenn diese Frage beantwortet sei, könne nach konkreten Lösungen und Standorten für ein Zwischenlager gesucht werden. Den Transportweg als Ausschlusskriterium zu setzen, vermindere nicht automatisch die zu erwartende Strahlenbelastung, dazu müsse die Strahlenbelastung aller Phasen – einschließlich der Zwischenlagerung – betrachtet werden.

Das Bundesamt für Strahlenschutz richte seine Vorgehensweise nicht an seinem ureigensten Auftrag  – der Gewährleistung des bestmöglichen Strahlenschutzes –  sondern an Kriterien der Verwaltungsvereinfachung und an der Akzeptanzfrage aus. Dies ginge auch aus einem Interview mit dem Präsidenten des BfS hervor, das am 21.12.13 veröffentlicht wurde. Darin sagt er: “Ein Zwischenlager sollte auch aus Gründen der Vereinfachung der Abläufe möglichst nah an der Asse stehen.“ und weiter „Wenn es schon bei der Frage von völlig unbelastetem Salzwasser Probleme gibt, sich solidarisch mit der Region zu zeigen, dann ist es kaum vorstellbar, dass ein weiter entfernter Ort seine Bereitschaft zur Zwischenlagerung der Asse-Abfälle erklärt.”

Die WAAG hat sich am 6.1.14 – also vor Bekanntwerden des Antrages des BfS – an die Bundesumweltministerin gewandt und sie gebeten, sich in der Zwischenlagerfrage für eine Vorgehensweise nach der Devise “Sicherheit zuerst” einzusetzen. Das Schreiben an die Bundesumweltministerin ist in voller Länge hier nachzulesen.

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