Konrad-Demo großer Erfolg – Startschuss für weitere Aktionen

Mit rund 500 Teilnehmern fand am 5.12.2014 die Demonstration gegen die Überlegungen der Bundesregierung statt, an Schacht Konrad als Endlager für nichtwärmeentwickelnden Atommüll festzuhalten und das Einlagerungsvolumen im Handstreich zu verdoppeln. Die Bundesregierung plant, das Genehmigungsverfahren erst dann einzuleiten, wenn die Einlagerung schon begonnen hat. Während heute das Land die Genehmigungsbehörde ist, könnte sich während der laufenden Einlagerung der Bund die weiteren Einlagerungen selbst genehmigen.

Das ist nicht nur ein erbärmlicher Taschenspielertrick aus dem Hause der Umweltministerin Hendricks (SPD). Es ist ein ein politischer Skandal und zeigt, dass der Bundesregierung beim Atommüll das Wasser bis zum Halse steht.

Es wird sehr genau zu beobachten sein, wie sich die Bundestagsabgeordneten der Region in dieser Frage verhalten werden. Dies gilt insbesondere für den SPD-Bundesvorsitzenden und Wirtschaftsminister, der aus dem Wahlkreis Wolfenbüttel-Salzgitter kommt und der die Probleme in der Schachtanlage Asse II und in Schacht Konrad kennt.

Contra Konrad ist in der Region Salzgitter gesellschaftlicher Konsens 

Dass der Widerstand gegen Schacht Konrad von einem breiten gesellschaftlichen Spektrum getragen wird, machte die Zusammensetzung der Rednerliste deutlich: Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter (CDU), Jugendparlament, Landvolk, IG Metall und Vertreter der regionalen Bürgerinitiativen.

Wer sich erhofft hatte, dass mit der Möglichkeit der Einlagerung des geborgenen Atommülls aus der Asse in Schacht Konrad, eine Spaltpilz in die Bürgerinitiativen getrieben werden könnte, hat am Freitag eine deutliche Antwort erhalten.

Neben der AG Schacht Konrad und den „Kanaldörfern“ waren die Asse-Bürgerinitiativen BASA und WAAG  ebenso vertreten, wie die Braunschweiger Bürgerinitiative BISS, die sich gegen die Konditionierung von Atommüll für Schacht Konrad mitten einem Wohngebiet engagiert.

Die Redner erklärten übereinstimmend, dass zuerst geklärt werden müsse, wie die Gesellschaft mit dem Atommüll-Problem umgehen kann. Erst dann stelle sich eine Standortfrage.

Fortsetzung folgt – garantiert!

Unmittelbar im Anschluss an die Demonstration trafen sich Vertreter der Bürgerinitiativen und der Umweltschutzverbänden Robin Wood und BUND um über Aktionen zu beraten, die nicht nur die Atommüllskandale (u. a. an der Asse und bei Eckert und Ziegler in Braunschweig) in Braunschweiger Region,  sondern auch die Verantwortlichen dafür in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken und mit dem Protest zu konfrontieren.

Mitstreiterinnen und Mitstreiterinnen sind jederzeit willkommen.

 

 

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.