WAAG ruft zum Schulterschluss in der Region auf

WAAG fordert Rat der Stadt Wolfenbüttel und den Kreistag auf, sich der „Salzgitter-Initiative“ anzuschließen

Die WAAG hat sich an alle Fraktionen im Stadtrat der Stadt Wolfenbüttel und des Kreistages des Landkreises gewandt und sie aufgefordert, sich der Initiative von Stadt Salzgitter, IG Metall, Landvolk und AG Schacht Konrad anzuschließen. Diese Initiative wird mittlerweile unter anderem auch vom verdi-Bezirk Südost-Niedersachsen unterstützt.

 Hier der Wortlaut der Presseerklärung:

„Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) fordert den Wolfenbütteler Kreistag und den Rat der Stadt Wolfenbüttel auf, die Salzgitter-Initiative zu Schacht Konrad zu unterstützen

Schacht Konrad betrifft auch Stadt und Landkreis Wolfenbüttel

Das Bundesministerium für Umwelt und Bau hat am 6.1.2015 einen Entwurf für ein Nationales Entsorgungsprogramm für Atommüll (NAPRO) vorgelegt. Am 1.4.2015 wurde die Öffentlichkeitsbeteiligung eingeleitet.

Das NAPRO sieht die Möglichkeit der Verdopplung der Einlagerungskapazitäten für Schacht Konrad in Salzgitter-Bleckenstedt vor. Hiergegen wendet sich eine gemeinsame Initiative der Stadt Salzgitter, der IG Metall, des Landvolks und der AG Schacht Konrad, die statt einer Erweiterung eine Überprüfung von Schacht Konrad nach neuestem Stand von Wissenschaft und Technik fordern. Mittlerweile wird diese Initiative von weiteren Gruppierungen (z.B. vom Bezirk Südost-Niedersachsen der Gewerkschaft ver.di) unterstützt. Außerdem haben schon tausende von BürgerInnen und Bürger die Sammeleinwendung unterschrieben.

Schacht Konrad liegt Luftlinie etwa 9 km vom Wolfenbütteler Rathaus entfernt, somit sogar etwas näher als die Schachtanlage Asse II. Der Wolfenbütteler Stadtteil Fümmelse liegt näher an Schacht Konrad als viele Salzgitteraner Ortsteile. Auch wenn Schacht Konrad auf dem Gebiet einer anderen Kommune liegt, sind Stadt und Landkreis Wolfenbüttel von einer Atommülleinlagerung und einer etwaigen Erweiterung unmittelbar betroffen.

Die WAAG hat die Fraktionen im Wolfenbütteler Kreistag und im Rat der Stadt Wolfenbüttel aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass sich Rat und Kreistag der o.g. Initiative anschließen und deutlich machen, dass die kommunalen Gremien in der weiteren politischen Auseinandersetzung um Schacht Konrad gemeinsam agieren.

Die WAAG verweist dazu auf den jüngst veröffentlichten Beschluss der CDU-Ratsfraktion zu Schacht Konrad, der als Grundlage für eine gemeinsame Entschließung dienen könne.“

Nachtrag: 

Während eines Informationsstandes der WAAG, der von Mitgliedern der BASA unterstützt wurde , die gemeinsam auch die monatlichen Mahnwachen veranstalten, haben sich am vergangenen Samstag innerhalb von nur zwei Stunden 187 Bürgerinnen und Bürger der Einwendung gegen das Nationale Entsorgungsprogramm angeschlossen.

Unterschriften liegen unter anderem im Wolfenbütteler Rathaus aus. Auch Online ist eine Teilnahme unter diesem Link möglich. 

 

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