Neue Studie bestätigt: „Leukämie schon bei geringster Strahlung“

radioaktivitä#tAm 1.7.2015 berichtete das Wissenschaftsmagazin scinexx  über eine Studie eines internationalen Forscherteams um Klervi Levraud vom französischen Institut für Strahlenschutz und Reaktorsicherheit. In dieser Studie wurden Daten von 300.000 Arbeitern AKWs in Frankreich, Großbritannien und den USA ausgewertet, die jeweils länger als ein Jahr in AKWs gearbeitet haben.

Das Ergebnis:

„Es gibt keine unschädliche Dosis: Schon geringste Belastungen durch ionisierende Strahlung reichen aus, um auf Dauer das Leukämie- und Lymphomrisiko zu erhöhen. …  Entgegen gängiger Annahme gibt es dabei keine Untergrenze und eine anhaltende Niedrigdosis wirkt genauso krebserregend wie eine einzige höhere Akutbelastung, wie die Forscher im Fachmagazin „Lancet Haematology“ berichten…

Im Durchschnitt war die Strahlenbelastung der Kraftwerks-Arbeiter relativ gering: Pro Jahr lag sie nur etwa 1,1 Millisievert über der mittleren Hintergrundstrahlung, die 2 bis 3 Millisievert beträgt. Die kumulierte Strahlendosis der Arbeiter lag bei durchschnittlich 16 Millisievert. Zum Vergleich: Schon eine Computertomografie des Rumpfes führt zu einer kurzzeitigen Strahlenbelastung von 10 Millisievert. …

Trotz ihrer eigentlich geringen Exposition starben im  Untersuchungszeit-raum 531 Arbeiter an Leukämie, 814 an Lymphomen und 293 an einem multiplen Myelom, wie die Forscher berichten. Das aber war deutlich mehr als erwartet. Denn in der breiten Bevölkerung liegt die Leukämierate bei 4,3 pro 10.000 Menschen – es hätten daher nur 134 Arbeiter an dem Blutkrebs sterben dürfen.“

zum vollständigen Artikel

zum Artikel in „the lancet“ (in englischer Sprache)

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