Transparenz nach Gutsherrinnen-Art – Teil 2

 

Begleitprozess braucht Reformen

Wer die Landrätin in den Asse-Einblicken, die eigentlich der Information der Bevölkerung dienen sollen, mit einer einem Ganzseiten-Foto mit einem staatstragend in die Ferne gerichtet Blick „adelt“, macht dies nicht ohne Hintergedanken.

Es mag jeder für sich selbst beantworten, was peinlicher ist: Wenn man wie die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des BfS auf solche Methoden zurückgreift oder wenn frau aus Eitelkeit oder anderen Gründen dabei mitmacht?

Der Begleitprozess wurde in den letzten Monaten wesentlich auf Betreiben des BfS einer Mediation unterzogen. In der Mediation ist eine gängige Technik, dass direkte Konflikte zwischen den Parteien vermieden werden. Dies kann u. a. dadurch geschehen, dass eine Frage von einer Konfliktpartei an die andere bereits durch eine vermeintlich neutrale Person beantwortet wird. Das Verhalten der Landrätin entspricht exakt diesem Muster.

Wenn die Landrätin Ihre Rolle als Moderatorin des Begleitprozesses begreift, mag dieses Verhalten hinnehmbar sein.

Ihre Aufgabe ist aber die Interessenvertretung der Region. Für eine Interessenvertreterin der Region ist dieses Verhalten aber in keiner Weise akzeptabel.

Dieser Widerspruch macht deutlich, dass die Struktur des Begleitprozesses neu geordnet werden muss. Die Landrätin ist gleichzeitig Vorsitzende der Begleitgruppe und bestimmt ihren Stellvertreter. Beide können auch nicht abgewählt werden.

Die Doppelfunktion der/des Landrates/der Landrätin als Interessenvertreter/in der Region und als Moderation des Begleitprozesses hat sich sowohl bei der Landrätin als auch bei ihrem Vorgänger als untauglich erwiesen.

 

 

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.