Zu unserem Artikel „Zwischenlager an der Asse – für den Atommüll aus Asse II oder für “mehr”

Bei unserem Beitrag „Zwischenlager an der Asse – für den Atommüll aus Asse II oder für “mehr”?“ ist uns leider ein Fehler unterlaufen, deshalb haben wir ihn vorübergehend von unserer Internetseite genommen.

Im Zusammenhang mit unserem Beitrag Kein “weiter so” bei “Zwischenlagern” … sind wir auf einen Artikel der Berliner Morgen Post vom 25.6.11 gestoßen, in dem es hieß „Als künftiges bundesweites Zwischenlager wird zudem vom Bundesamt für Strahlenschutz ein Ort in der Nähe des Atommülllagers Asse in Niedersachsen auf seine Sicherheit hin untersucht.“ Dazu fanden wir bei der Durchsicht unseres E-Mail-Verkehrs unsere Anfragen und Erinnerung an das BfS vom Juli 2011, aber keine Antwort. So kam es zu unserem o.g. Beitrag „Zwischenlager an der Asse – für den Atommüll aus Asse II oder für “mehr”.

 

Das BfS hat uns aufgrund des Artikels darauf hingewiesen, dass sie uns seinerzeit aufgrund der Erinnerung geantwortet haben. Das ist richtig, das Antwortschreiben des BfS war bei uns leider falsch „archiviert“. Das BfS schrieb damals:

Bei dem von Ihnen erwähnten Passus in der Berliner Morgenpost handelt es sich in der Tat um eine „Ente“. Es gibt keine Untersuchungen zu einem „bundesweiten Zwischenlager“ in der Nähe des Atommülllagers Asse II, noch sind solche vom BfS geplant. Wir haben die Redakteurin auch bereits auf Ihren Fehler hingewiesen. Sie hat diesen eingesehen und sich für die fehlerhafte Darstellung entschuldigt.

Das BfS hat uns aufgefordert, unsere Aussagen im Sinne der Transparenz auf unserer Internetseite richtig zu stellen. Dem sind wir hiermit nachgekommen und wir entschuldigen uns.

Warum das BfS die Berliner Morgenpost damals nicht aufgefordert hat, die Aussage richtig zu stellen, sodass die „Ente“ immer noch im Internet http://mobil.morgenpost.de/berlin/article1681817/Atommuellager-in-Wannsee-an-Kapazitaetsgrenze.html nachzulesen ist, wissen wir nicht.

 
Das Risiko und die Kritik bleiben
Das Risiko, auf das wir hingewiesen, bleibt jedoch. Denn niemand – und dieses Wort schließt das BfS mit ein – wird garantieren können, dass ein Zwischenlager für die geborgenen radioaktiven und chemotoxischen Gefahrstoffe aus der Schachtanlage Asse II nur für diese Gefahrstoffe genutzt wird.
Ein vorhandenes Zwischenlager und eine vorhandene Konditionierungsanlage sind wohl oder übel eine große Verlockung dafür, diese Anlagen auch für anderen Atommüll zu nutzen.

Das Zwischenlager Lubmin, das ursprünglich nur für die Zwischenlagerung des Atommülls aus den AKWs der ehemaligen DDR vorgesehen war, wird mittlerweile zum Dauerlager für Atommüll jedweder Herkunft umdekliniert.

 

Was in Lubmin in Gegenwart Realität ist, kann für ein Zwischenlager für den Atommüll aus der Schachtanlage Asse II in der Zukunft genauso Realität werden.
Der Blick und Klick auf diesen Link macht das Problem mehr als deutlich.

Auch bei Schacht Konrad sollte jetzt durch die Hintertür die Einlagerungsmenge verdoppelt werden. Und auch hier besteht – trotz verbalen Rückzugs der Bundesumweltministerin -die Gefahr  immer noch.

Wenn wir über ein Zwischenlager und eine Konditionierungsanlage für den geborgenen Atommüll aus der Asse reden, müssen wir immer auch darüber reden, dass das Risiko besteht, dass diese Anlagen auch für anderen Atommüll genutzt werden könnte.
Deshalb muss über die Anforderungen an die möglichst sichersten Bedingungen für den Umgang mit dem Atommüll geredet werden und nicht zuerst über den Standort.
Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.