Schacht Konrad – aus Asse II lernen

Bei der Einlagerung des radioaktiven und chemotoxischen Mülls in Asse II wurde die Rechnung ohne den Wirt – die ausreichende Berücksichtigung der geologischen Bedingungen – gemacht. Das darf bei Schacht Konrad nicht passieren, meint die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) und hat deshalb am 22. August das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als verantwortlichen Betreiber angeschrieben.

In dem Schreiben werden Fragen zur Geologie gestellt, die sich nicht nur direkt auf das Gebiet der Schachtanlage beziehen, sondern auch auf die nähere Umgebung. So wurden z. B. zwischen 1937 – 1963 in der weiteren Umgebung (Gifhorner Trog) mindestens 147 Aufschlussbohrungen mit einer durchschnittlichen Teufe (Tiefe) von 1130 m abgeteuft. Deshalb wurde nachgefragt, ob diese Bohrungen zur Darstellung des hydrologischen Modells genutzt und in Hinblick auf mögliche Grundwassertransporte bzw. als mögliche hydraulische Verbindungen berücksichtigt wurden.

Die „Arbeitsgruppe Doktoranden/Diplomanden des Instituts für Geowissenschaften“ erhoben schon 1991 Einwendungen im Rahmen des Anhörungsverfahrens, weil sie „die Langzeitsicherheit der Schachtanlage Konrad nicht gegeben und der Scherheitsbericht unzureichend“ sei.

Der WAAG ist überzeugt, dass die Menschen in der Region sich dieses Mal nicht einfach mit Aussage wie „Das Eindringen von Wasser kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.“ zufrieden geben, wie sie seinerzeit bei der Schachtanlage Asse II gemacht wurden. Auch wenn die Atomkraftwerksbetreiber dringend ein Endlager einfordern, dürfe das kein Grund sein, wieder nach dem Motto „Aus den Augen aus dem Sinn“ vorzugehen.

Das Schreiben an das BfS erhielten u. a. auch Umweltminister Wenzel und Bundesumweltminiterin Hendricks zur Kenntnis.

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