66. Mahnwache zu Asse II & Co.

Am kommenden Montag, den 7. März, findet ab 18 Uhr die monatliche Mahnwache zu Asse II & Co. vor Seeliger, Lange Herzogstr. 63, statt.

Vor 40 Jahren – am 4. März 1976 – wurde die Genehmigung zur Einlagerung von 100.000 AVR-Brennelementen aus dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) in Asse II rechtskräftig. Die Gebinde sollten dabei so zusammengesetzt sein, dass sie nach damaliger Rechtslage an der oberen Grenze von mittelaktivem Abfall lagen. Zur Einlagerung in diesem Umfang kam es seinerzeit nur deshalb nicht, weil sich Teile der Bevölkerung unter Führung des stellvertretenden Wolfenbütteler Landrates Reinhold Stoevesandt (FDP) auf politischem und rechtlichen Wege, sowie durch öffentlichkeitswirksame Aktionen zur Wehr setzten. Hingegen warb der damalige Landrat Helmuth Bosse (SPD) in den SPD-Ortsvereinen für die Einlagerung, die das radioaktive Inventar von Asse II vervielfacht hätte.

Durch ausgasendes Tritium wurde später offensichtlich, dass auch die vom FZJ eingelagerten Abfälle falsch deklariert waren. Aufgrund einer dann erfolgte Nachmeldung erhöhte sich das bekannte Tritiuminventar von Asse II um mehr als den Faktor 10.

Die Rolle der damaligen kommunalen Mandatsträger wurde bisher weder vom – zu Asse II eingesetzten – Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Niedersächsischen Landtages, noch von den hiesigen kommunalen Gremien aufgearbeitet.

Die monatlichen Mahnwachen sind ein Angebot, sich zu informieren, Anregungen zu geben, Meinungen zu äußern und auszutauschen. Die Wolfenbütteler AtomAusstiegsgruppe lädt alle herzlich ein.

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