67. Mahnwache zu Asse II & Co. am 4.4.16

Am kommenden Montag, den 4.4.16 findet – wie jeden ersten Montag im Monat – die Mahnwache zu Asse II & Co. vor Seeliger, Lange Herzogstr. 63 in Wolfenbüttel statt.

Genau 49 Jahre vorher – am 4.4.1967 – begann die Einlagerung von Atommüll in das ehemalige Salzbergwerk Asse II. Obwohl von Versuchseinlagerung gesprochen wurde, war für den damaligen Betreiber und die Genehmigungsbehörden klar, dass dass die eingelagerten Abfälle – zum Schluss 126.000 Fässer – in der Schachtanlage verbleiben sollten.

Auf der letzten Mahnwache haben wir über die Rolle der Kommunalpolitiker gesprochen, konkret die des Landrates Helmuth Bosse (Amtszeit 1968 – 1981) und die des Kreistagsmitgliedes und späteren stellvertretenden Landrats Reinhold Stövesandt.

Stövesandt war seit 1964 – also schon vor der Einlagerung – Gegner des Atommülllagers Asse II. Er setzte sich auch in den 70er Jahren dafür ein, dass die 100.000 Brennelementekugeln aus dem Versuchsreaktor in Jülich nicht eingelagert wurden.

Bosse hingegen sagte später, 1964 habe niemand von den Gefahren durch Atommüll gewusst. Auch mit der Einlagerung der Brennelementekugeln hätte er wohl  wenig Probleme gehabt. 1977 meinte er, die Öffentlichkeit solle sich nicht immer gleich zu Demonstrationen hinreißen lassen, und es sei keineswegs immer ihr Recht, über solche – viel Sachkenntnis erfordernde Fragen – zu entscheiden. Mehr dazu auf http://www.spurensuche-meinung-bilden.de/data/juelicher_brennelemente.pdf

Die Rolle der Kommunalpolitiker wurde weder hier vor Ort noch im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtages aufgearbeitet, deshalb plädierten die TeilnehmerInnen der Mahnwache dafür, die Kreistagsfraktionen aufzufordern, eine entsprechende Aufarbeitung auf Kreisebene in Auftrag zu geben.

Die WAAG hat einen Entwurf für ein Schreiben erstellt. Änderungs- bzw. Ergänzungsvorschläge können noch bis Montag 17 Uhr per Mail oder direkt bei der Mahnwache gemacht werden, die dann auf der Mahnwache diskutiert werden.

Im Anschluss an die Mahnwache geht das Schreiben per Mail an die Landrätin und Kreistagsmitglieder.

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