Gesundheitsmonitoring und Gefährdungsanalyse – Mitmachen erwünscht

Das Epidemiologisches Krebsregister Niedersachsen hat für die ehemalige Samtgemeinde Asse 2010 eine erhöhte Leukämie- und Schilddrüsenkrebsrate festgestellt, siehe http://www.krebsregister-niedersachsen.de/dateien/aktuellesnews/pdf/Asse/EKN_Bericht_SG_Asse_2010_12_16.pdf

Das sogenannte Wendland-Gutachten ergab außerdem für die Gemeinde Remlingen (die Gemeinde, auf deren Gebiet die Schachtanlage Asse II liegt) eine gravierende Abweichung im Geschlechterverhältnis, siehe https://www.helmholtz-muenchen.de/fileadmin/ICB/biostatistics_pdfs/scherb/20141031_Endfassung_Gorleben_Gutachten.pdf

Ende 2012 hat ein Expertenkreis unter Beteiligung des EKN und unter Federführung des Landkreises einen „Abschlussbericht“ vorgelegt. Darin heißt es:

Das heißt ganz klar: Ein Zusammenhang zwischen den in der Samtgemeinde Asse beobachteten Krebshäufungen und einer Beschäftigung bei der Schachtanlage Asse II kann nicht gesehen werden.

Zum abweichenden Geschlechterverhältnis steht darin:

Auch hier konnte erfreulicherweise kein Zusammenhang nachgewiesen werden.

Immerhin stellt auch das EKN auf seiner Internetseite abschließend fest:

Unbefriedigend bleibt, dass der Asse-Expertenkreis keine deutlichen Hinweise für die Ursache der Krebshäufung in der Samtgemeinde Asse finden konnte.

Wir wollen uns damit nicht zufrieden geben. Dies gilt umso mehr, da absehbar ist, dass die Bergung des Atommülls auch zu weiteren Belastungen führen wird. Aber auch bestehende Altlasten dürfen nicht außer Acht gelassen werden.

Wir wollen deshalb den Wolfenbütteler Kreistag und die Landrätin auffordern, weitere Untersuchungen vornehmen zu lassen.

Unsere bisher entwickelten Forderungen finden Sie auf der ersten Seite unseres Briefentwurfs.

Wir möchten die Forderungen gemeinsam mit Fachleuten  und mit der Bevölkerung weiterentwickeln. Daher haben wir eine Reihe von Fachleuten angeschrieben und gebeten, unseren Entwurf kritisch zu bewerten und Ergänzungsvorschläge zu machen.

Die gleiche Bitte richten wir an Sie:

Sollten Sie Änderungsvorschläge oder Ergänzungen dazu haben, bitten wir Sie, uns diese bis zum 27.4.16 mitzuteilen, damit wir sie in unsere Überlegungen einbeziehen können, bevor wir den Brief endgültig an die Adressaten geben.

Sie erreichen uns unter der folgenden E-Mail-Adresse:

waagwf@live.de

und

am Infostand am 23. April 2016 beim Wolfenbüttel Umweltfestival.

Vorankündigung:

Zu Thema „Gesundheitsmonitoring und Gefährdungsanalyse“ planen wir für dieses Jahr Veranstaltungen z. B. zu den Themen „Belastung durch Niedrigstrahlung – was besagen Grenzwerte“, „Wendlandstudie“ und/oder „Belastung durch Asse II für Anwohner und Beschäftigte“.

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