Zwischenlager für den zu bergenden Müll aus Asse II – Will man sich zur Nachrüstung zwingen lassen oder gleich nachhaltig planen?

corridor-727359__180Vor kurzem wurde in den Medien darüber berichtet, dass für Zwischenlager neue Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Vorrangig geht es in diesen Berichten um Maßnahmen, die extremistischen Attacken entgegen wirken und das Eindringen in Zwischenlager und das Entwenden von radioaktivem Material aus Zwischenlagern verhindern sollen.

Auf diese Berichte erfolgten Dementis und gleichzeitig auch Bestätigungen. Ein Sprecher des Bundesministeriums für Umwelt und Bau hat lt. rp-online  die Maßnahmen bestätigt. Dort heißt es:

Als Folge würden derzeit die Sicherungsmaßnahmen der Zwischenlager „optimiert“, etwa durch bauliche Verbesserungen. Die Nachrüstung betreffe alle drei zentralen Zwischenlager und sämtliche dezentralen Zwischenlager. An einigen Standorten sei die Arbeit bereits abgeschlossen worden.

Nachrüstung als „kontinuierlicher Prozess“?

Die Überprüfung der Sicherheitsstandards und entsprechende  Nachrüstung wird bei bestehenden Zwischenlagern während der gesamten Betriebsdauer notwendig sein. Es werden immer neue Bedrohungsszenarien entstehen, die wir heute noch gar nicht absehen können.

Wäre es da nicht sinnvoll, für ein neu zu errichtendes Zwischenlager von vornherein andere Maßstäbe anzulegen?

Sicherheit ist planbar – zumindest in Teilen 

Bei der Errichtung von Zwischenlagern wurde fast ausnahmslos nach „Schema F“ verfahren. Das Zwischenlager entspricht einer Kartoffelscheune. Die Sicherheit sollen die Castor-Behälter gewährleisten und dann werden zusätzliche Baumaßnahmen – wie zusätzliche Mauern – ergänzt.

Auch die Planungen des BfS zum Bau eines Zwischenlagers für den zu bergenden Müll aus der Schachtanlage Asse II folgen diesem Schema: “Ein Zwischenlager in „Kartoffelscheunen“Bauweise kann überall in der Asse errichtet werden. Wenn dann weitere Mauern erforderlich werden, wird nachgerüstet.”

Dabei hätten die Verantwortlichen die Chance, nach einem Weg zu suchen, wie ein Zwischenlager zumindest gegen Angriffe von außen langfristig sicherer gestaltet werden könnte.

Unser Vorschlag für ein oberflächennahes Zwischenlager in einem Tunnel oder in einem ehemaligen Bunker liegt schon seit geraumer Zeit auf Tisch.

Dass es für Bunker- oder Tunnellösungen keine Standards gibt, wie das BfS in der Asse II – Begleitgruppe ausführte, kann nicht gelten gelassen werden. Wenn sich durch Bunker- oder Tunnellösungen höhere und nachhaltigere Sicherheitsgewinne erzielen lassen, sind hierfür die Standards zu entwickeln.

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