Atomstrom-Mogelpackung von BS-Energy

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Auf der Internetseite von BS|Energy – steht: „Bewahren Sie unsere wunderbare Welt der Natur. Entscheiden Sie sich für unseren Naturstrom und fördern Sie die Investition in regenerative Energiequellen. Übrigens: Unser Strom erhält keinen Atomstrom.“

Im Zuge einer Bürgeranfrage von Peter Rosenbaum (BIBS) in der Ratssitzung am 6.12.2016 bestätigte die Verwaltung u. a., dass BS|Energy in größerem Umfang Atomstrom einkauft.

Finanzdezernent Christian Geiger beziffert in seiner Stellungnahme an die Rats-Fraktionen vom 29.11.2016 den Kernenergie-Anteil von BS|Energy auf 12,1%. Damit sorgt der zu 25,1% stadteigene Betrieb für den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken. Dagegen hatte der Rat vor 5 Jahren in seiner Sitzung am 13.12.2011, also nach der Atomkatastrophe von Fukushima, einen Beschluss zum vollständigen Verzicht auf Atomstrom gefasst. Auch BS|Energy war ausdrücklich in den Ratsbeschluss einbezogen worden. Der Oberbürgermeister ist dort Aufsichtsratsvorsitzender, die Ratsherren Bratmann (SPD) und Wendroth (CDU) sind AufsichtsratsMitglieder. Trotzdem wurde die Autorität des Rates unterlaufen. Der Atomstrom stammt aus Kernkraftwerken des E.ON-Konzerns, mit dem BS|Energy einen langfristigen Liefervertrag geschlossen hat. Tausende Braunschweiger Haushalte in der sogenannten „Grundversorgung“ bezahlen somit für den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken, obwohl ihnen von BS|Energy mit Anschreiben vom 11.11.2016 mitgeteilt wurde: „Unser Strom enthält keinen Atomstrom“. Solche Geschäftsmethoden verstoßen gegen Vertrags- und Wettbewerbsrecht und können abgemahnt werden. Die Stadt mit ihrer Sperrminorität von 25,1% bei BS|Energy sowie die Aufsichtsratsmitglieder sind gefordert, einzuschreiten und den vor 5 Jahren gefassten Ratsbeschluss gegenüber dem örtlichen EnergieUnternehmen BS|Energy endlich durchzusetzen.

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