Endlagersuche für den hochradioaktiven Müll – auch im Landkreis Wolfenbüttel?

Die Initiative „ausgestrahlt“ informierte die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) darüber, dass der Landkreis Wolfenbüttel auf einer Karte bzw. Liste mit Orten steht, deren Region aufgrund ihrer Geologie untersucht wird, ob sie für ein Endlager für hochradioaktiven Müll geeignet ist. Diese Liste hat „ausgestrahlt“ auf der Basis offizieller und öffentlich zugänglicher Daten der Bundesgesellschaft für Geowissenschaften und Rohstoffe und der – nicht mehr existierenden – Kernstoff-Wiederaufbereitungsgesellschaft erstellt.

Der Landkreis Wolfenbüttel, aber auch die benachbarten Städte bzw. Landkreise Salzgitter, Braunschweig, Wolfsburg, Peine und Helmstedt liegen im massiven unterirdischen Tongürtel, der sich vom Westen Niedersachsens über die Mittelweser-Region bis ins Braunschweiger Land erstreckt. Deshalb könnte auch unsere Region als potentieller Standort für ein Endlager weiter untersucht werden.

Niedersachsen ist in dieser Liste insgesamt mit den meisten Orten vertreten, siehe Standortliste von ausgestrahlt bzw.   hier https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/standortsuche/  .

Lt. Internetseite des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) sollen Bürgerinnen und Bürger den „Ausschluss oder die Auswahl der Regionen im Internet mitverfolgen können“. Um das Verfahren im Internet verfolgen zu können, müssen die Bürgerinnen und Bürger aber darüber informiert sein/werden, dass sie das können. „Einbinden“ will das BfE die Öffentlichkeit erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Da die Landrätin bzw. den Kreistag die Bürgerinnen und Bürger bisher nicht informiert haben, hat die WAAG die regionalen Mandatsträger angeschrieben (siehe weiter unten). Die WAAG sieht es als notwendig an, dass sich die kommunalen Gremien der Region schon jetzt mit dieser Thematik beschäftigen und die Bevölkerung entsprechend informieren und auf dem Laufenden halten.

In diesem Sinne hat sich die WAAG auch an die Landrätin und Mitglieder des Kreistages gewandt:

 

Sehr geehrte Landrätin,
sehr geehrte Mandatsträger der Kreistagsfraktionen,

die Initiative „ausgestrahlt“ informierte die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) darüber, dass der Landkreis Wolfenbüttel auf einer Karte bzw. Liste mit Orten steht, deren Region aufgrund ihrer Geologie untersucht wird, ob sie für ein Endlager für hochradioaktiven Müll geeignet ist. Diese Liste hat „ausgestrahlt“ auf der Basis offizieller und öffentlich zugänglicher Daten der Bundesgesellschaft für Geowissenschaften und Rohstoffe und der – nicht mehr existierenden – Kernstoff-Wiederaufbereitungsgesellschaft erstellt.

Der Landkreis Wolfenbüttel, aber auch die benachbarten Städte bzw. Landkreise Salzgitter, Braunschweig, Wolfsburg, Peine und Helmstedt liegen im massiven unterirdischen Tongürtel, der sich vom Westen Niedersachsens über die Mittelweser-Region bis ins Braunschweiger Land erstreckt. Deshalb könnte auch unsere Region als potentieller Standort für ein Endlager weiter untersucht werden.

Niedersachsen ist in dieser Liste insgesamt mit den meisten Standorten vertreten, siehe Standortliste von ausgestrahlt auf https://www.ausgestrahlt.de/media/filer_public/fd/29/fd29d3a9-8b1f-4c00-9fea-032b8fb34ed3/standortliste.jpg   bzw.   hier https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/standortsuche/  .

Lt. Internetseite des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) sollen Bürgerinnen und Bürger den „Ausschluss oder die Auswahl der Regionen im Internet mitverfolgen können“. Um das Verfahren im Internet verfolgen zu können, müssen die Bürgerinnen und Bürger aber darüber informiert sein/werden, dass sie das können. „Einbinden“ will das BfE die Öffentlichkeit erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Die WAAG sieht es als notwendig an, dass sich die kommunalen Gremien der Region schon jetzt mit dieser Thematik beschäftigen und die Bevölkerung entsprechend informieren und auf dem Laufenden halten.

Wir bitten um Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Haben sich Kreistagsgremien oder die Landkreisverwaltung damit beschäftigt, dass der LK Wolfenbüttel ein potentieller Kandidat für Erkundungen sein könnte?

1.1 Wenn ja, wann und warum wurde die Bevölkerung noch nicht informiert?

1.2 Wenn nein, wann werden sich die Kreistagsgremien und Landkreisverwaltung mit dem Thema beschäftigen und wann werden sie die Bevölkerung informieren?

2. Welche Gebiete des Landkreises Wolfenbüttel verfügen potentiell über eine geologische Voraussetzung für die Voruntersuchungen für ein Endlager?

3. Welche Strategie verfolgt der Landkreis Wolfenbüttel, um eine weitere radioaktive Belastung des Landkreises zu vermeiden?

4. Verpflichtet sich die Landrätin die Öffentlichkeit unverzüglich und umfassend darüber zu informieren, wenn sich das BfE oder andere externe Stellen/Behörden in dieser Frage an den Kreistag oder die Landrätin wenden?

Mit freundlichem Gruß
Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe

i. A. Bischoff

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