Diskussion um die Lauge aus der Schachtanlage Asse II auf Basis von Fakten und nicht auf Basis der Herkunft führen

Aufgrund der Diskussion um die Lauge aus der Schachtanlage Asse II, die in Sehnde zur Verfüllung eines stillgelegten Bergwerks genutzt werden soll, hat sich die WAAG sowohl an die örtliche Bürgerinitiative als auch an die Lokalpolitiker sowie den niedersächsischen Landesumweltminister gewandt.

Wir verstehen die Skepsis, wenn es um Asse II geht. Sie ist berechtigt. Aber: Die pauschale Ablehnung der Einleitung von Salzlauge aus Asse II, die nicht mit den Einlagerungskammern in Verbindung steht, – nur wegen des „Etiketts“ –  hätte letztendlich zur Konsequenz, dass die Schachtanlage samt radioaktivem und auch chemotoxischem Müll (500 kg Arsen, Quecksilber, Blei usw.) „absäuft“, was aufgrund der Grundwasserverbindungen langfristig zu einer Verseuchung Teile Norddeutschlands führen könnte.

Eine Bewertung auf Basis von Fakten könnte erreicht werden, wenn die zu entsorgende Lauge zusätzlich von einem – von der aufnehmenden Kommune beauftragten – unabhängigen Messlabor dahingehend überprüft würde, ob sie tatsächlich unbedenklich ist, d. h. ob gesetzliche Grenzwerte weit unterschritten werden. Die Kosten müsste selbstverständlich der Bund tragen. Lt. BGE wurde dieses Angebot schon gemacht.

Nebenbei bemerkt: Der Müll in Asse II wurde nicht von den Anwohnern der Asse verursacht, sondern wurde aus anderen Gegenden der ehemaligen BRD dort eingelagert und ist Eigentum des Bundes.

zum Brief der WAAG

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