WAAG fordert Bekenntnis gegen ein Eingangslager für Schacht Konrad im Landkreis Wolfenbüttel

Die WAAG hat sich an die Fraktionen und Gruppen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP gewandt und sie aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass der Landkreis Wolfenbüttel sich gegen ein Eingangslager für Schacht Konrad auf dem Gebiet des Landkreises Wolfenbüttel ausspricht.

Wir dokumentieren den Text.

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

im Koalitionsvertrag zwischen der CDU/CSU und der SPD wird u. a. die folgende Aussage getroffen:

„Um die sichere Entsorgung der bereits angefallenen erheblichen Mengen schwach- und mittelradioaktiver Abfälle und einen zügigen Rückbau der Atomkraftwerke zu ermöglichen, wollen wir eine möglichst rasche Fertigstellung und Inbetriebnahme von Schacht Konrad als Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle wie auch die zuvor erforderliche Produktkontrolle vorantreiben. Für einen zügigen Einlagerungsbetrieb ist die Errichtung eines Bereitstellungslagers unverzichtbar. Wir wollen deshalb ein solches Bereitstellungslager einrichten und mit den Planungen dafür unverzüglich beginnen.“

Der niedersächsische Umweltminister Lies hat mittlerweile erklärt, dass er sich dafür einsetzen wolle, dass ein Eingangslager für Schacht Konrad weder in der Region Salzgitter noch an einem anderen Ort in Niedersachsen entsteht. 

Unabhängig von unserer grundsätzlichen Ablehnung der Einlagerung von Atommüll in Schacht Konrad und unserer erheblichen Zweifel an der grundsätzlichen Notwendigkeit eines Bereitstellungslagers halten wir es für geboten, dass sich auch die lokale Politik in dieser Frage positioniert und sich aufgrund der Vorbelastungen der Landkreises Wolfenbüttel durch die gescheiterte Einlagerung in der Schachtanlage Asse II gegen die Errichtung eines Eingangslagers für Schacht Konrad auf dem Gebiet des Landkreises Wolfenbüttel ausspricht und dadurch auch die Haltung der niedersächsischen Landesregierung, die der Umweltminister Lies zum Ausdruck gebracht hat, unterstützt. 

Wir würden begrüßen, wenn Ihre Fraktion/Gruppe in diesem Sinne aktiv werden würde.“

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