Stresstest bei Eckert und Ziegler – Stadt und Landkreis Wolfenbüttel unmittelbar betroffen

Die Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) aus Braunschweig hat sich in einem offenen Brief an die kommunalpolitischen Mandatsträger gewandt und darauf hingewiesen, dass Stadt und Landkreis Wolfenbüttel von einem Strahlenunfall in Braunschweigs Norden unmittelbar betroffen sein könnte.

Die BISS wurde am heutigen Sonntag in Wolfenbüttel von Mitgliedern der WAAG beim Zwischenstopp während ihrer Fahrradtour über im Störfall betroffene Orte in Wolfenbüttel empfangen.

Ein Vertreter der BISS informierte vor dem Wolfenbütteler Rathaus darüber, dass nach einem radioaktiven Störfall mit einer Freisetzung von nur 0,1% des am Nuklearstandortes in Braunschweig-Thune möglichen Inventars bis in 19km Entfernung vom Nukleargelände (entspricht der Entfernung bis zum Rathaus Wolfenbüttel) mit einer sofortigen Evakuierung gerechnet werden muss.

Weitere Informationen zum Stresstest der Biss – hier.

 

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Zur Diskussion: NUCLEAR WASTE: Von der „Geologischen Tiefenlagerung“ zur „Dualen Strategie“

Von Marcos Buser

Titelbild: Sickerwasser im Bergwerk und „Versuchsendlager“ Asse (Foto: Bundesamt für Strahlenschutz, aus: https://www.kontextwochenzeitung.de/wirtschaft/62/radioaktive-zeitbombe-aus-karlsruhe-840.html)

Am 26. April 2016 fand im Anschluss an die Jahresversammlung der Schweizerischen Energie-Stiftung eine kontradiktorische Veranstaltung über die Entsorgung radioaktiver Abfälle statt, an der Markus Fritschi (Nagra) und Anne Kathrin Leuz (ENSI) auf der einen Seite, und Marcos Buser (Zürich) und Martin Ott, Landwirt, Rheinau (Zürich), auf der Anderen teilnahmen. In seinem Eingangsstatement distanzierte sich Marcos Buser vom heute in der Schweiz verfolgten Konzepts des geologischen Tiefenlagers. Eine umfassendere Begründung dafür folgt nun mit diesem Blogbeitrag in drei Teilen.

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Veranstaltung der BGE „Betrifft: Asse – Die radioaktiven Abfälle in der Asse“ am Mittwoch, 9. Mai 2018, in der Infostelle Asse, Am Walde 1 in Remlingen

Die Einladung mit Themen und Referenten entnehmen Sie bitte der Internetseite des (neuen) Betreibers, der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), siehe  https://www.bge.de/de/meldungen/2018/5/ankuendigung-betrifft-asse/

Einer der Referenten ist Dr. Rainer Moormann. Er arbeitete 35 Jahre lang in der Kernforschungsanlage (KFA), aus der ein Großteil des Inventars der Schachtanlage Asse II stammt. Für seine Kritik am dortigen Versuchsreaktor und den damit verbundenen Nachteilen für ihn erhielt er den Whistleblowerpreis 2011.

Am 11.1.12 schrieb er u. a. an den damaligen Betreiber, aber auch dem Landes- und Bundesumweltministerium einen Brief mit dem Betreff „Falsche und unvollständige Angaben des Forschungszentrum Jülich in einer schriftlichen Stellungnahme vom Januar 2010 zur Einlagerung von AVR-Abfall in die Asse-2?“ Der Brief ist auf der Internetseite der Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) zum Schluss des Beitrages „Einlagerungen aus dem Forschungszentrum Jülich“ hinterlegt, siehe https://waagwf.wordpress.com/2018/04/04/einlagerung-aus-dem-forschungszentrum-juelich-spurensuche/

Die WAAG hatte deshalb sowohl das Thema „Inventar“, als auch die Einladung von Herrn Moormann vorgeschlagen. Wir begrüßen, dass die BGE dem nachgekommen ist.

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Mahnwache zu Asse II und mehr am Montag, den 7.5.2018

Am Montag, den 7.5.2018, findet ab 18.00 die 87. Mahnwache zu Asse II & mehr vor Seeliger, Lange Herzogstr. 53 in Wolfenbüttel statt.

Bei dieser Mahnwache liegt der absolute Schwerpunkt auf den Themen zu Asse II. So soll informiert und diskutiert werden, worin sich der vom Kreistag installierte Begleitprozess zur bisherigen Asse-II-Begleitgruppe unterscheidet.

Der Asse II-Koordinationskreis (Zusammenschluss der hiesigen Bürgerinitiativen) beteiligt sich nicht an diesem neuen Begleitprozess. Die Vertreter des Asse II Koordinationskreises sind aber weiterhin im Gespräch mit dem Betreiber der Schachtanlage Asse, der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE).  Auf der Mahnwache wird mit den TeilnehmerInnen besprochen, welche Themen angesprochen bzw. hinterfragt und welche Vorschläge gemacht werden sollen.

Außerdem wird es um das Thema Erweiterung und Neuausrichtung der Umgebungsüberwachung um die Schachtanlage Asse 2 gehen.

Die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe lädt alle Interessierten zum Informations- und Meinungsaustausch ein.

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Stellungnahme Asse II-Koordinationsausschuss zur Sitzung des Begleitprozesses am 27.4.2018

Konzept der Umgebungsüberwachung fragwürdig

Mitglieder des Asse II-Koordinationskreises haben das Treffen des Asse II-Begleitprozesses am 27.04.2018 in Wolfenbüttel besucht. „In einigen Punkten ist vordringlicher Handlungs- und Gesprächsbedarf deutlich geworden: die Kommunikation des Betreibers bezüglich Schacht 5 muss verbessert werden, das gegenwärtige Konzept der Umgebungsüberwachung ist fragwürdig und das Bewusstsein über verschiedene Formen von Begleitprozessen muss geschärft werden.“

1. Die Kommunikation des Betreibers bezüglich der Realisierbarkeit des Schachtes Asse 5 am gegenwärtig geplanten Standort war bei dem Begleitprozess-Treffen am 27.4. von Uneindeutigkeit geprägt.

Doch dieser neue Schacht Asse 5 und seine Anbindung an das Bergwerk sind von zentraler Bedeutung. Sie sind nicht nur eminent wichtig für die künftige vollständige Rückholung des Atommülls und des Giftmülls, sondern schon jetzt für die Betriebssicherheit der gesamten Schachtanlage Asse II. Hier sollte der Betreiber seine Kommunikation präzisieren.

2. Das gegenwärtige Konzept der Umgebungsüberwachung von Asse II ist grundsätzlich fragwürdig.

Im Rahmen der Umgebungsüberwachung werden nur die radioaktiven Niederschläge in der Umgebung der Schachtanlage gemessen. Prof. Dr. Bertram (AGO) verdeutlichte: um die langfristige Belastung der Bevölkerung an der Asse zu ermessen, seien Erkenntnisse über die Anreicherung radioaktiver Teilchen wichtig, beispielsweise von radioaktivem Wasserstoff (Tritium) und Kohlenstoff (C-14) in den Organismen der Umwelt.

Da sich die Umgebungsüberwachung beim Begleitprozess-Treffen am 27.4. diesbezüglich für nicht zuständig erklärte, sollte hier eine Revision des Überwachungsauftrages erfolgen.

Insbesondere stellt sich der Asse II-Koordinationskreis hinter die Forderung von Heike Wiegel, Baumscheibenanalysen von Bäumen aus der Umgebung der Schachtanlage durchzuführen. Hier könnten vermutlich Aufschlüsse über den Verlauf der Emissionen in den 50 Jahren seit Beginn der Einlagerung von Atommüll in Asse II gewonnen werden.

3. Der Charakter des Begleitprozesses hat sich geändert. 

Die jüngst installierte „Zivilgesellschaftliche Vertretung“ (ZGV) soll die Vertretung der Interessen bestimmter gesellschaftlicher Gruppen im Begleitprozess ermöglichen. Die Asse2-Begleitgruppe – so wie sie 2008 gegründet wurde – war hingegen darauf ausgerichtet, das Handeln des Betreibers kritisch zu begleiten und als Vertretung der gesamten Region Forderungen an den Betreiber oder den Gesetzgeber zu formulieren, die sich auf durchzuführende oder zu unterlassender Maßnahmen in Asse II bezogen.

Der Asse II-Koordinationskreis (aus Bürgerinitiativen, Organisationen und Einzelpersonen gegen die Flutung der Asse) wird das Handeln des Betreibers der Schachtanlage Asse II und das Agieren der Politik in Bund, Ländern und Kommunen bezüglich Asse II weiterhin kritisch begleiten. Er setzt seine fachlich orientierte Arbeit fort, unter anderem mit dem nächsten Treffen am Dienstag, dem 8. Mai, um 19 Uhr in Remlingen. Weiterlesen

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Eilmeldung: Laufzeitverlängerung – geht es wieder los?

Bisher von der Öffentlichkeit wenig beachtet hat sich ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums am 11.4.2018 im Wirtschaftsausschuss unter dem

Tagesordnungspunkt 3
Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Energie zum Stand der Umsetzung des Urteils des
Bundesverfassungsgerichts vom 6.12.2016 zum
Atomausstieg

mit hochbrisanten Sätzen geäußert.

Die Frage der Entschädigung der Atomkonzerne sei Thema der Klausur der Bundesregierung im Meseberg gewesen.

Finanztreff.de berichtet über die Aussagen im Wirtschaftsausschuss weiter:

„Wie aus dem Ministerium verlautet, werden dazu mehrere Varianten erörtert, die von einer Verlängerung der Laufzeiten einzelner Kraftwerke bis hin zu einem finanziellen Ausgleich reichen. „

Dass ein (bewusst?) schlampig formuliertes Gesetz erst dazu führte, dass den Atomkonzernen satte Entschädigungen zu Lasten des Steuerzahlers zugesprochen wurden jetzt auch noch den Heben dazu bietet, den Atomausstieg infrage zu stellen, wirft Fragen auf.

Offenbar sehen politische Kräfte die Zeit gekommen, den unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe in Fukushima beschlossenen Atomausstieg aufzuweichen oder gar zurückzudrehen. Es ist schon perfide, wenn der Bevölkerung mit einer Argumentation, man wolle die finanziellen Belastungen der Steuerzahler minimieren, eine Zustimmung zu einer Laufzeitverlängerung schmackhaft gemacht werden soll.

Offenbar denkt man im Bundeswirtschaftsministerium darüber nach, eine etwaige Laufzeitverlängerung im Handstreich zu vollziehen. Laut Finanztreff.de hat Bundeswirtschaftsminister erklärt, dass die Entschädigung der Atomkonzerne bis zum 30.6.2018 abschließend geregelt sein soll.

zum Artikel von Finanztreff.de

 

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Treffen des Asse II-Koordinationskreises

Der Asse II-Koordinationskreis trifft sich am Dienstag den 24.04.2018 um 19 Uhr in
den Gemeinderäumen der Kirchengemeinde St. Thomas in Wolfenbüttel, Jahnstraße
5.

Die Remlinger Erklärung wurde am 4.4.2007 einer breiten Öffentlichkeit
vorgestellt. Die damaligen Forderungen wie z.B. Asse II nicht per Flutung stillzulegen
oder das Bergwerk Asse II unter das Atomrecht zu stellen ist, wurden erfüllt. Die
Remlinger Erklärung bedarf also einer Aktualisierung. Die aktuellen Forderungen wie
z.B. schnellstmögliche Rückholung des radioaktiven und toxischen Mülls aus der
Asse oder eine Minimierung der Strahlenbelastung für Beschäftigte und Bevölkerung
sollen bei dem Treffen diskutiert werden. Alle interessierten Gäste sind herzlichst
willkommen.

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