Einlagerung aus dem Forschungszentrum Jülich – Spurensuche

An der Asse wird seit Jahren über darüber spekuliert, wodurch das hohe Tritiumaufkommen verursacht wird.

Zum 51. Jahrestag des Beginns der Einlagerung von radioaktiven und chemotechnischen Müll in der Schachtanlage Asse hat die WAAG ein Schreiben des Whistleblowers Dr. Rainer Moormann aufgegriffen.

Am 11.1.2012 hat Dr. Rainer Moormann in  einem Brief eine Reihe – um es vorsichtig auszudrücken – Ungereimtheiten im Zusammenhang mit Einlagerungen aus Jülich in der Asse dargelegt.

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WAAG fordert Bekenntnis gegen ein Eingangslager für Schacht Konrad im Landkreis Wolfenbüttel

Die WAAG hat sich an die Fraktionen und Gruppen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP gewandt und sie aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass der Landkreis Wolfenbüttel sich gegen ein Eingangslager für Schacht Konrad auf dem Gebiet des Landkreises Wolfenbüttel ausspricht.

Wir dokumentieren den Text.

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

im Koalitionsvertrag zwischen der CDU/CSU und der SPD wird u. a. die folgende Aussage getroffen:

„Um die sichere Entsorgung der bereits angefallenen erheblichen Mengen schwach- und mittelradioaktiver Abfälle und einen zügigen Rückbau der Atomkraftwerke zu ermöglichen, wollen wir eine möglichst rasche Fertigstellung und Inbetriebnahme von Schacht Konrad als Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle wie auch die zuvor erforderliche Produktkontrolle vorantreiben. Für einen zügigen Einlagerungsbetrieb ist die Errichtung eines Bereitstellungslagers unverzichtbar. Wir wollen deshalb ein solches Bereitstellungslager einrichten und mit den Planungen dafür unverzüglich beginnen.“

Der niedersächsische Umweltminister Lies hat mittlerweile erklärt, dass er sich dafür einsetzen wolle, dass ein Eingangslager für Schacht Konrad weder in der Region Salzgitter noch an einem anderen Ort in Niedersachsen entsteht. 

Unabhängig von unserer grundsätzlichen Ablehnung der Einlagerung von Atommüll in Schacht Konrad und unserer erheblichen Zweifel an der grundsätzlichen Notwendigkeit eines Bereitstellungslagers halten wir es für geboten, dass sich auch die lokale Politik in dieser Frage positioniert und sich aufgrund der Vorbelastungen der Landkreises Wolfenbüttel durch die gescheiterte Einlagerung in der Schachtanlage Asse II gegen die Errichtung eines Eingangslagers für Schacht Konrad auf dem Gebiet des Landkreises Wolfenbüttel ausspricht und dadurch auch die Haltung der niedersächsischen Landesregierung, die der Umweltminister Lies zum Ausdruck gebracht hat, unterstützt. 

Wir würden begrüßen, wenn Ihre Fraktion/Gruppe in diesem Sinne aktiv werden würde.“

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Diskussion um die Lauge aus der Schachtanlage Asse II auf Basis von Fakten und nicht auf Basis der Herkunft führen

Aufgrund der Diskussion um die Lauge aus der Schachtanlage Asse II, die in Sehnde zur Verfüllung eines stillgelegten Bergwerks genutzt werden soll, hat sich die WAAG sowohl an die örtliche Bürgerinitiative als auch an die Lokalpolitiker sowie den niedersächsischen Landesumweltminister gewandt.

Wir verstehen die Skepsis, wenn es um Asse II geht. Sie ist berechtigt. Aber: Die pauschale Ablehnung der Einleitung von Salzlauge aus Asse II, die nicht mit den Einlagerungskammern in Verbindung steht, – nur wegen des „Etiketts“ –  hätte letztendlich zur Konsequenz, dass die Schachtanlage samt radioaktivem und auch chemotoxischem Müll (500 kg Arsen, Quecksilber, Blei usw.) „absäuft“, was aufgrund der Grundwasserverbindungen langfristig zu einer Verseuchung Teile Norddeutschlands führen könnte.

Eine Bewertung auf Basis von Fakten könnte erreicht werden, wenn die zu entsorgende Lauge zusätzlich von einem – von der aufnehmenden Kommune beauftragten – unabhängigen Messlabor dahingehend überprüft würde, ob sie tatsächlich unbedenklich ist, d. h. ob gesetzliche Grenzwerte weit unterschritten werden. Die Kosten müsste selbstverständlich der Bund tragen. Lt. BGE wurde dieses Angebot schon gemacht.

Nebenbei bemerkt: Der Müll in Asse II wurde nicht von den Anwohnern der Asse verursacht, sondern wurde aus anderen Gegenden der ehemaligen BRD dort eingelagert und ist Eigentum des Bundes.

zum Brief der WAAG

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Thema Asse-Akten und Zwischenlager beim WAAG-Treffen am Freitag

Am kommenden Freitag trifft sich die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) wieder ab 18 Uhr im Zentrum für Umwelt und Mobilität (ZUM), Stadtmarkt 11 in Wolfenbüttel. Alle Interessierten sind wie immer eingeladen, sich zu informieren, mit zu diskutieren und/oder Ideen einzubringen.

Ein Thema beim Treffen ist eine Anfrage der WAAG zu den Asse-Akten des 21. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses des Niedersächsischen Landtages. Es geht u. a. um deren Vollständigkeit und welche Akten nicht zugänglich sind und warum nicht. Die Akten lagern zwischenzeitlich im Wolfenbütteler Staatsarchiv. Die WAAG hatte sich dafür eingesetzt, da sie der Meinung ist, dass sie Teil unserer Heimatgeschichte sind. Der Niedersächsische Landesregierung hatte schon beschlossen, dass sie ins Staatsarchiv Hannover kommen sollten, hat den Beschluss aufgrund der Unterschriftenaktion der WAAG aber rückgängig gemacht. Die KommunalpolitikerInnen hatten sich nicht darum gekümmert.

Außerdem wird besprochen, wie das Geschehen um Asse II für die Bürgerinnen und Bürger der Region transparent und nachvollziehbar gemacht werden kann.

Außerdem werden die Dauerthemen Gesundheitsmonitoring, Umgebungsüberwachung und Zwischenlager für den bundeseigenen Müll aus Asse II, aber auch aktuelle Themen wie die Novellierung des Katastrophenschutzgesetzes und die Möglichkeiten der Entsorgung der unbelasteten Salzlauge aus Asse II besprochen. Selbstverständlich können auch andere Themen eingebracht werden.

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04.03.2018 WAAG nimmt Stellung zu den atompolitischen Passagen des Koalitionsvertrages

Da die Mehrheit der SPD-Mitglieder sich für eine neue Koalition mit der CDU/CSU ausgesprochen haben, nehmen wir zum Koalitionsvertrags-entwurf Stellung, der nunmehr in absehbarer Zeit unterzeichnet werden wird;

 

Atomausstieg

So wird zwar am „Atomausstieg 2022“ festgehalten und von den Betreibern Sicherheit als höchstes Gebot gefordert. Die Konsequenz „Störfall-Reaktoren“ wie das AKW Grohnde oder Grundremmingen direkt vom Netz zu nehmen fehlt jedoch ebenso wie die Stilllegung von Reaktoren, die nicht gegen den Absturz großer Flugzeuge geschützt sind.

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86. Mahnwache zu Asse II und Co. am kommenden Montag

Am kommenden Montag, den 5. März, lädt die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) ab 18 Uhr wieder zur Mahnwache zu Asse II & Co. vor Seeliger, Lange Herzogstr. 63, ein. Wie immer sind alle willkommen, alle können mithören, mitreden, mitmachen und gerne alles weitersagen.

Auf der Mahnwache wird berichtet, was auf der Sitzung des Kreistagsausschusses Gesundheit zum Thema „Gesundheitsmonitoring um die Schachtanlage Asse II“ berichtet wurde – diskutiert wurde es von den Kreistagsmitgliedern nicht. Dieses Thema wurde vom Kreistag nur deshalb wieder aufgegriffen, weil die WAAG als Bürgerinitiative nicht locker gelassen hat. Die von der WAAG geforderten Zahlen wurden aber immer noch nicht vorgelegt. Weiterlesen

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Endlagersuche für den hochradioaktiven Müll – auch im Landkreis Wolfenbüttel?

Die Initiative „ausgestrahlt“ informierte die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) darüber, dass der Landkreis Wolfenbüttel auf einer Karte bzw. Liste mit Orten steht, deren Region aufgrund ihrer Geologie untersucht wird, ob sie für ein Endlager für hochradioaktiven Müll geeignet ist. Diese Liste hat „ausgestrahlt“ auf der Basis offizieller und öffentlich zugänglicher Daten der Bundesgesellschaft für Geowissenschaften und Rohstoffe und der – nicht mehr existierenden – Kernstoff-Wiederaufbereitungsgesellschaft erstellt.

Der Landkreis Wolfenbüttel, aber auch die benachbarten Städte bzw. Landkreise Salzgitter, Braunschweig, Wolfsburg, Peine und Helmstedt liegen im massiven unterirdischen Tongürtel, der sich vom Westen Niedersachsens über die Mittelweser-Region bis ins Braunschweiger Land erstreckt. Deshalb könnte auch unsere Region als potentieller Standort für ein Endlager weiter untersucht werden. Weiterlesen

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