Brand in der Brennelementefabrik in Lingen macht deutlich: Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen in der Nähe Wohngebieten, keine neuen Atomanlagen in der Nähe von Wohngebieten


Eindringen von Salzlaugen in die Schachtanlage Asse II, Auffinden von durchrosteten Fässern in Zwischenlagern und in der Landessammelstelle in Leese, Freisetzung von radioaktiver Strahlung bei Eckert und Ziegler in Braunschweig-Thune und nun der Brand in einer Brennelemente-Fabrik in Lingen zeigen auf, welche Risiken mit Atomanlagen aller Art verbunden sind. 


Sie zeigen aber auch auf, dass das Denken der Betreiber auf das „Herunterspielen“ von Risiken ausgerichtet ist. Dabei verwundert es nicht, dass der Betreiber der Brennelemente-Fabrik in Lingen erst behauptete, der Brand sei im nichtnuklearen Bereich entstanden. Erst vier Tage nach dem Brand gab der Betreiber auf Nachfrage des NDR zu, dass der Brand doch im nuklearen Bereich ausgebrochen sei. Wenn der Betreiber dies als Missverständnis abtut, dass auf die „vom Unternehmen verwendete Fachsprache“ zurückzuführen sei, lässt mehr als nur den Verdacht entstehen, dass die tatsächliche Gefahr der Öffentlichkeit vorenthalten werden sollte.


Wer als Betreiber einer Anlage, als Aufsichtsbehörde und als Politiker tätig ist, steht in der Pflicht, ernsthaft und glaubwürdig den Schutz der Bevölkerung vor Risiken der Atomindustrie zu betreiben. Der Blick muss auf das „was hätte passieren können“ gerichtet sein. Ein Ausruhen darauf, dass „ja alles gut gegangen ist“ oder so dargestellt werden kann, ist verantwortungslos. 


Für Genehmigungsverfahren müssen die größtmöglichen Risiken der Maßstab sein. Daher müssen die Genehmigungen für bestehende Atomanlagen überprüft werden. Zukünftige Anlagen, wie die Anlagen, die mit der Bergung des Atommülls in der Schachtanlage Asse II notwendig werden, müssen an den gleichen Maßstäben gemessen werden. 


Eine Position, dass ein Zwischenlager an der Asse für die Bergung des Atommülls nahezu zwingend sei, wie es der ehemalige Präsident des BfS und Betreiber der Schachtanlage Asse II (Wolfram König) verkündet
 habe, ist nicht haltbar. 


Die aufgetretenen Pannen zeigen, dass das Vertrauen auf eine ausschließliche technisch hergestellte Sicherheit mit hohen Risiken behaftet ist. Eine hundertprozentige Sicherheit technischer Anlagen kann es nicht geben. Daher können bestehende und zukünftig notwendige Atomanlagen nicht unmittelbar in der Nähe von Wohngebieten und Schulen betrieben werden. 
Dies gilt auch für ein notwendiges Zwischenlager für den zu bergenden Atommüll aus der von Beginn an verantwortungslosen Einlagerung von Atommüll in der gebrauchte Schachtanlage Asse II. 


Die WAAG fordern verbindliche Mindestabstände von unvermeidlichen Atomanlagen von der Wohn- und zivilen Bebauung. Sie fordern die kommunalpolitischen Gremien auf, in diesem Sinne ihrer Verpflichtung für die Bevölkerung tätig zu werden. 

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Asse II-Koordinationskreis unabhängiger Bürgerinitiativen zu aktuellen Vorgängen:

  1. Mehr Transparenz bei Asse II !

Als vor 10 Jahren die skandalösen Vorgänge in der Asse nach und nach ans Licht kamen, wurde mehr Transparenz versprochen. Doch immer noch ist mangelnde Transparenz ein Problem in Bezug auf den Salzstock Asse II und die Rückholung des Atommülls aus der Schachtanlage – trotz aller Öffentlichkeitsarbeit des Betreibers.

  1. 1. Umgebungsüberwachung ist mehr als Datenerhebung!

Aus der Schachtanlage Asse II treten erhebliche Mengen von Radionukliden aus, vor allem als radioaktiver Kohlenstoff und radioaktiver Wasserstoff (Tritium), aber auch Radon. Zur Umgebungsüberwachung muss gefragt werden: Wie werden die gegenwärtigen und vergangenen radioaktiven Freisetzungen aus Asse II und deren Anreicherungen in der Umgebung gemessen? Wie werden die Ergebnisse der Umgebungsüberwachung kontrolliert, bewertet und veröffentlicht? Hier liegt einiges im Argen.

Umgebungsüberwachung ist mehr, als die Erhebung von Daten: Daten müssen vollständig sein, sie müssen bewertet werden, Ihre Qualität muss gesichert sein.

Es fehlen Messungen der Anreicherungen von Radionukliden in biologischen Sammlern, zum Beispiel in Baumscheiben, in Zähnen von Wildtieren, in Flechten und in den beiden Teichen in direkter Nachbarschaft zum Schacht Asse II.

Alle Messungen zur Umgebungsüberwachung müssen auch von einer unabhängigen Stelle durchgeführt, ausgewertet, bewertet und transparent in die Öffentlichkeit kommuniziert werden.

Es werden klare Zuständigkeiten mit verantwortlichen Ansprechpartnern benötigt.

Hintergrund dieser Beanstandungen sind die Fehlerfeststellungen bezüglich der Umgebungsüberwachung, mitgeteilt von Dr. Rainer Gellermann in einem Schreiben vom 6.11.2018. Auf die Nachfragen einer Bürgerinitiative hin wurde die Verantwortlichkeit für die Umgebungsüberwachung im Zuständigkeitsbereich der Wasserbehörde zwischen dem Landkreis Wolfenbüttel (Untere Wasserbehörde) und dem Niedersächsischen Umweltministerium (als oberste Wasserhörde) hin- und hergeschoben.

  1. 2. Wissensbestände zu Asse II offen legen!

Unzählige Akten existieren zu Asse II. Doch wie werden die Unterlagen so aufbereitet und öffentlich gemacht, dass alle Informationen für interessierte Bürgerinnen und Bürger zugänglich sind – und die Suche nach bestimmten Informationen nicht einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleicht?

Hier muss festgestellt werden: Das Desaster um den Schacht Asse II ist während der Verantwortung des Forschungsministeriums des Bundes (BMBF) für die Schachtanlage Asse II angerichtet worden. Der Asse II Koordinationskreis (A2K) sieht daher eine bleibende Verantwortlichkeit im Bereich des Bundes.

Mit der Übergabe der Verantwortung für Asse II vom Forschungsministerium des Bundes (BMBF) an das Umweltministerium des Bundes (BMU) hat das BMU auch die Pflicht, die Aufarbeitung der Asse II-Akten und ein Analyseprogramm zu finanzieren.

Die Öffentlichkeit muss eine einfache Zugangsmöglichkeit zu den Akten und zu den darin enthaltenen Informationen bekommen.

Der umfassende und einfache Zugang zu Informationen ist eine Grundlage für Meinungsbildung und demokratische Teilhabe.

Die Verantwortlichkeit für die Aufarbeitung der Datenbestände und der Analysesoftware sowie für die Pflege, Vervollständigung und Sicherung aller Datenbestände muss weiterhin im politischen Raum auf der Ebene der Bundesministerien bleiben. Sie darf nicht an eine privatwirtschaftliche Gesellschaft ausgelagert werden. Insbesondere verbietet sich die Auslagerung an eine Institution, die Endlager betreibt oder beaufsichtigt oder die Endlagersuche durchführt. Hier sind zum Beispiel beim Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) und bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) Interessenskonflikte vorprogrammiert; das trifft auch auf die Bundesämter zu.

Fragwürdig ist auch, dass das bisher für die Auswertung der Akten zuständige IWW in Goslar zum Helmholtz Zentrum München gehört – das bis 2008 für den Betrieb der Schachtanlage Asse II zuständig war und dem also Mitverantwortung für Vorkommnisse in Asse II zugeschrieben werden muss.

Der Asse II-Koordinationskreis fordert daher, dass die Daten der Öffentlichkeit mittels einer Analysesoftware leicht und vollständig in der Verantwortung des Bundes zugänglich gemacht werden.  

  1. 3. Wissenschaftliche Begleitung der Rückholung ausbauen – nicht einschränken

Unabhängige Wissenschaftler arbeiten seit 10 Jahren dem Asse II-Begleitprozess in bedeutsamen Themen zu, die die Rückholung des Atommülls betreffen.

Angesichts des Auslaufens der Verträge der gegenwärtig engagierten Wissenschaftler im März 2019 ist die Frage: Wer bestimmt, welche Fachrichtungen künftig vertreten sind und wie werden die Wissenschaftler ausgewählt?

In dem, was am 09.11.2018 in Wolfenbüttel als künftig zu besetzende Kompetenzfelder der Wissenschaftler öffentlich genannt wurde, fehlten die Fachbereiche „Anlagenplanung“ und „Maschinenbau“. Auch „Hydrogeologie“ wurde als solche nicht explizit genannt, obwohl diese beim Schacht Asse II durch den Laugenzufluss in das Grubengebäude ein unverzichtbarer Fachbereich ist.

Damit wären Fachbereiche, die für die Rückholung wesentlich sind, nicht berücksichtigt.

Es entsteht der Eindruck, dass die Neuausrichtung der Wissenschaftlergruppe im stillen Kämmerlein von Politik und Verwaltung getroffen wurde. Der A2K ist hierüber höchst irritiert und vermisst eine Information der Öffentlichkeit einschließlich einer Begründung für diese Neuausrichtung der Wissenschaftlergruppe „Arbeitsgruppe Option Rückholung“ (AGO).

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Mahnwache zu Asse II am kommenden Montag

Am kommenden Montag, den 3. Dezember findet die monatliche Mahnwache zu Asse II & Co. statt – aufgrund des Weihnachtsmarktes nicht direkt vor Seeliger, sondern ein/zwei Häuser weiter, Lange Herzogstr. 61/59.

Es wird über die Sitzung des Asse II-Begleitgremiuns im November und über den anstehenden Besuch von Landesumweltminister Olaf Lies am 5. Dezember an der Schachtanlage Asse II berichtet.

Außerdem steht der 40. Jahrestag der letzten Einlagerung in Asse II an. Die erste Einlagerung fand am 4.4.1967 statt. 1976 wurde die 4. Atomrechtsnovelle verabschiedet, die die Einlagerung radioaktiver Abfälle neu regelte und Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung vorschrieb. Für das Salzbergwerk Asse II wurde – sicherlich aus gutem Grund – kein Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Damit liefen die letzten erteilten Einlagerungsgenehmigungen Ende 1978 aus und die Einlagerungen wurden am 31.12.1978 beendet. Mehr als 50% aller Gebinde wurden in den letzten drei Jahren eingelagert, als absehbar war, dass die Genehmigung ausläuft.

40 Jahre nach der letzten Einlagerung – am 1.1.2019 – findet ein „Neujahrsspaziergang vor Ort“ statt. Er steht unter dem Motto „Geh‘ denken!“. Auch die Themen und Vorbereitungen dieser Veranstaltung sollen am Montag besprochen werden.

Die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) lädt alle Interessierten ein, sich am kommenden Montag zu informieren und auszutauschen. 

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Erhöhter Laugenzutritt zeigt Dringlichkeit der Rückholung des Atommülls

„Asse II: Atommüll-Rückholung endlich umsetzen!“

Seit Ende September tritt eine deutlich höhere Menge von Lauge in das
ehemalige Salzbergwerk Asse II bei Braunschweig ein, im Schnitt täglich
12,7 Kubikmeter statt vorher 11,6 Kubikmeter – eine Steigerung um 10
Prozent. Diese Steigerung zeigt, wie dringlich die Rückholung des
Atommülls und des Giftmülls aus der Schachtanlage ist.

Die eindringende Lauge kann durch eine Verfüllung nicht aufgehalten
werden. Sie wird langfristig den Salzstock auflösen. Die Annahme, man
könne Asse II verfüllen und hätte dann für alle Zeit Ruhe vor der
eingelagerten Radioaktivität, ist irrig. Eine Verfüllung hält den
Zerstörungsprozess nicht auf. Da der Salzstock zudem unter Druck steht,
droht langfristig die Auspressung der radioaktiven Stoffe.

Die Rückholung des Atommülls duldet keine Verzögerung. Jedoch: sie wurde
zwar vom Bundestag im Atomgesetz verankert, aber kommt seit Jahren nicht
wirklich voran. Vordringlich sind hier nach Ansicht des Asse
II-Koordinationskreises, in dem Bürgerinitiativen, Gruppen und
Einzelpersonen seit mehr als 10 Jahren gegen die Flutung von Asse II
zusammenarbeiten:


Forderungen zur Rückholung

- Der Betreiber muss alle Maßnahmen umsetzen, die den Atommüll und den
Giftmüll trocken halten, um damit die Rückholung zu ermöglichen.

- Zu möglichen Maßnahmen der Verhinderung des Absaufens von
Schachtanlage Asse II muss Fachwissen internationaler Experten eingeholt
werden. Es müssen Notfallmaßnahmen geplant werden, die die
Trockenhaltung sicherstellen.

- Der Betreiber muss schnellstmöglich alle Maßnahmen umsetzen, die
erforderlich sind, um den Anforderungen des Atomgesetzes §57b zur
Rückholung nachzukommen.

- Die Rückholung des Atommülls und des Giftmülls aus der Schachtanlage
Asse II sowie der Bau und der Betrieb von Einrichtungen zur
Konditionierung und Zwischenlagerung darf keinerlei wirtschaftlichen
Einschränkungen unterliegen.
Planung und Durchführung der Rückholung sollten nach industriellen und
nicht nach verwaltungstechnischen Maßstäben erfolgen. Dazu gehört ein
dauerhaftes Projektmanagement, ein detaillierter, gültiger Masterplan,
der ständig aktualisiert wird. Bürokratie darf die Planung nicht
verzögern.

- Der Asse II Koordinationskreis fordert schon lange, dass umgehend alle
notwendigen Maßnahmen für die Rückholung des Atommülls und des Giftmülls
aus dem Schacht Asse II im Detail geplant, genehmigungsrechtlich
abgesichert und umgesetzt werden. Ein neuer Schacht (Asse 5) muss
unverzüglich (d.h. innerhalb der nächsten fünf Jahre) gebaut werden, um
sowohl einen sicheren Betrieb unter Tage als auch die Rückholung des
Atommülls und des Giftmülls zu sichern.


Umfassender Forderungskatalog

Diese Forderungen sind Bestandteil der 27 grundlegende Forderungen vom
Mai dieses Jahres:
1) Zur Schachtanlage Asse II an sich,
2) zur Rückholung der radioaktiven und chemotoxischen Stoffe aus dem
Bergwerk,
3) zur künftigen Lagerung rückgeholter Abfälle und
4) zur Umgebungsüberwachung.

1. Die Forderungen zur Schachtanlage an sich beziehen sich auf die
Minimierung der Belastungen durch Asse II, auf die verpflichtende
Berücksichtigung kritischer wissenschaftlicher Gutachten in
Genehmigungsverfahren, auf die unbegrenzte und öffentliche Dokumentation
aller Unterlagen zur Schachtanlage, auf die Berücksichtigung der
Erfahrungen mit Asse II bei der Entwicklung von Endlager-Konzepten sowie
auf die gesetzliche Verankerung des Nachweltschutzes.

2. Die Forderungen bezüglich der Rückholung sind oben ausführlicher
dargestellt.

3. Die Forderungen bezüglich der Lagerung des Atommülls und des
Giftmülls, der aus der Schachtanlage Asse II zurückgeholt werden soll,
beziehen sich vor allem auf die Errichtung von Anlagen zur
Pufferlagerung, Konditionierung und Zwischenlagerung des rückgeholten
Atommülls und Giftmülls. Wie sollten die Anlagen gestaltet werden, wie
die Standorte dafür bestimmt werden und wie die rückgeholten Abfälle
dorthin transportiert werden?

4. Die Forderungen  zur Umgebungsüberwachung der Asse richten sich auf
die größtmögliche Minimierung von Belastungen und die Überwachung der
Emissionen aus der Schachtanlage Asse II sowie die Anreicherung von
radioaktiven Teilchen  in Böden und Pflanzen der Umgebung sowie in
Tieren und Menschen. Die Messwerte sollen nicht nur erhoben und
dokumentiert werden, sondern sie müssen auch kontrolliert, bewertet und
veröffentlicht werden. Die Bevölkerung muss in öffentlichen
Informationsveranstaltungen Gelegenheit für Rückfragen bekommen,
Diskussionen darüber müssen ermöglicht werden.

Der komplette Katalog der Forderungen und unsere Beschreibung der
gegenwärtigen Situation in Form einer Präambel finden sich in
„Asse-Durchblicke, Nr. 8“, im Internet unter dem Kurzlink
http://t1p.de/27a2 .


Hintergrund:

Etwa einen Kilometer von den umliegenden Dörfern und nur 15 Kilometer
von Braunschweig, der zweitgrößten Stadt Niedersachsens entfernt wurden
in das ehemalige Salzbergwerk Asse II in den Jahren 1967 bis 1978 etwa
50.000 Kubikmeter Atommüll und Giftmüll eingelagert. Darunter auch 500
kg Arsen und mindestens 28 kg Plutonium. Seither treten bis heute
radioaktive Stoffe wie Tritium (radioaktiver Wasserstoff) und
Radiocarbon (radioaktiver Kohlenstoff) aus der Schachtanlage aus.
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Hambacher Forst – Belastungen durch Braunkohlekraftwerke

Sage niemand, er/sie habe von nichts gewusst …

Die Wolfenbütteler Atom(- und Kohle)AusstiegsGruppe erklärt sich solidarisch mit den Forderungen der Besetzerinnen des Hambacher Forsts

  • sofort jegliche Braunkohleförderung zu stoppen,
  • keinen Quadratmeter des 12 000 Jahre alten Waldes des Hambacher Forsts mehr zu roden,
  • sich dem Klimawandel entgegenzustellen und
  • weltweit Klimagerechtigkeit durchzusetzen.

Wir leben im Landkreis Wolfenbüttel, in dem der schöne Höhenzug Asse liegt. In der Asse liegt das ehemalige Salzbergwerk Asse II, in das von 1967 – 1968 126.00 Fässer mit radioaktivem und chemotoxischen Müll eingelagert – zum Teil abgekippt – wurde. (Der Müll stammt übrigens auch aus dem Versuchsreaktor in Jülich – ganz in der Nähe des Hambacher Forst.) Dieses unterirdische Atommülllager droht samt Müll „abzusaufen“ – mit nicht kalkulierbaren Folgen für die Umwelt. Das er absaufen könnte, davor wurde schon vor der Einlagerung gewarnt, da die Nachbarschächte schon „abgesoffen“ waren.

Ca. 30 km entfernt liegt das Atommülllager der ehemaligen DDR, ERAM in Morsleben, in das nach dem Anschluss der DDR an die BRD mehr Atommüll aus der BRD eingelagert wurde, als zu DDR-Zeiten – u. a. ein Radiumfass ohne Einlagerungsgenehmigung. Nur ca. 10 km vom Wolfenbütteler Rathaus (Zentrum) liegt Schacht Konrad in Salzgitter, ein altes Erzbergwerk, in das ab 2027 der schwach- und mittelradioaktiven Müll des gesamten Bundesgebietes eingelagert werden soll, obwohl nicht geklärt ist, ob es nach neuestem Stand von Wissenschaft und Technik geeignet ist. Gorleben, wo ein Endlager für hochradioaktivem Müll vorgesehen war und wo die Castoren mit dem hochradioaktiven Müll lagern, liegt ca. 110 km entfernt.
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A2K: Standardisierte Konditionierung von Atommüll aus Asse II ist ein Phantom

Vorhandene Konditionierungsanlagen nutzen!

Eine informative Veranstaltung der Bundesgesellschaft für Endlagerung
(BGE) in der Infostelle Asse zu den Grundsatzfragen der Konditionierung
von Atommüll am Mittwoch, den 29. August, hat den Teilnehmern aus dem Asse
II-Koordinationskreis deutlich gemacht:

Es wird keine einheitliche, standardisierte Konditionierung für den
Atommüll, der aus Asse II geborgen werden soll, geben können. Entsprechend
der Vielfältigkeit des von 1967 bis 1978 in die Schachtanlage
eingelagerten Atommülls und Giftmülls wird vielmehr eine Reihe
verschiedener Konditionierungsverfahren und Konditionierungsschritte zu
bewerkstelligen sein. In allen Phasen dieser unterschiedlichen
Konditionierungsverfahren wird in erheblichem Umfang das Wissen von
Spezialisten erforderlich sein.

Bei der Veranstaltung wurde ferner deutlich, dass dieses Wissen an
unterschiedlichen Standorten in Deutschland bereits vorhanden ist und dort
nutzbar wäre. Der Aufbau einer neuen Konditionierungsanlage an der Asse
würde hingegen einen völligen Neubeginn darstellen. Dieser Neubeginn wäre
mit einem neuen Genehmigungsverfahren, dem Aufbau und der Bindung von
Personal – das nicht leicht in die Region zu bekommen sein wird – und
möglichen Zeitverzögerungen durch Rechtsverfahren verbunden.

Eine Nutzung von bereits vorhandenen Anlagen und von vorhandenem Wissen
wäre folglich auch ein Schritt zur Vermeidung von Verzögerungen bzw. zur
Beschleunigung der Rückholung.

Für den Asse II-Koordinationskreis ergibt sich daraus die Forderung an den
Betreiber und die verantwortlichen Ministerien, von der Planung einer
Konditionierungsanlage an der Asse Abstand zu nehmen und die notwendigen
Vorbereitungen für die Konditionierung des aus Asse II zurückzuholenden
Atommülls in bundesweit vorhandenen Konditionierungsanlagen vorzubereiten.

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Treffen der WAAG am 24.8.2018

Das nächste Treffen der Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) findet kommenden Freitag, den 24. August statt. Dieses Mal trifft sich die Bürgerinitiative ab 19 Uhr im Stadtteiltreff „Die Ulme“, Ulmenweg 2a in Wolfenbüttel.

Es wir über die Sitzung der Arbeitsgruppe Umgebungsüberwachung der Schachtanlage Asse II berichtet, zu der das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) geladen hatte. Die dadurch resultierenden weiteren Schritte sollen besprochen werden.

Außerdem steht das Thema „Standort für das Zwischenlager für den Müll aus Asse II“ auf der Themenliste.

Alle Interessierten sind eingeladen, Fragen zu stellen, Ideen einzubringen und mitzudiskutieren.

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