Mahnwache zu Asse II und Sitzung des Umweltauschusses am 5.12.16

dsc_0168Am Montag, den 5.2.16 findet die monatliche Mahnwache zu Asse II & Co. aufgrund des Weihnachtsmarktes nicht direkt vor Seeliger statt, sondern neben dem dortigen „Winterwald“  in  Richtung Lange Herzogstraße.

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Veranstaltung am 23.11.2016 – Gefahren radioaktiver Strahlung / Asse im Focus

nuclear-waste-1471361_1920-1Vor rund 50 Teilnehmern referierte Thomas Dersee, Herausgeber des Strahlentelex, über die Auswirkung von radioaktiver Niedrigstrahlung. Die Veranstaltung der WAAG war eine erste Einführung in das komplexe Thema.

Der Referent, Thomas Dersee, hatte nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl zusammen mit Physikern und Technikern die erste unabhängige Messstelle und ein unabhängiges Informationsnetzwerk aufgebaut, das Messungen der radioaktiven Belastung von Luft, Niederschlag und Bodenproben machte und Lebensmittel, wie Milch und Milchprodukte, Gemüse und Obst auf Radioaktivität untersuchte.  Die Ergebnisse wurden in einem schnellen Rundbrief, dem “Strahlentelex“, veröffentlicht. Diese Stiftung Warentest ähnlichen Informationen waren objektiv und unabhängig. Sie bedeuteten eine große Hilfe für die damals verunsicherte bzw. uninformierte Bevölkerung und dienten der Verminderung oder Vermeidung unnötiger radioaktiver Belastungen. 2006 erhielt Thomas Dersee den Deutschen Umweltpreis für JournalistInnen für das Strahlentelex.   Weiterlesen

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Veranstaltung „Gefahren radioaktiver Strahlung – Asse im Focus“ am 23. November in der Ostfalia

plakat_20161123Aufgrund der erhöhten Krebsrate in der ehemaligen Samtgemeinde Asse hatte die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) ein Gesundheitsmonitoring und eine Gefährdungsanalyse gefordert.

Der Kreistag hat das Thema aufgegriffen und für Februar 2017 eine öffentliche Fachkonferenz in Aussicht gestellt. Da die Meinungen der Fachleute z. B. zu Grenzwerten sehr unterschiedlich sind, ist die WAAG der Meinung, dass auch Wissenschaftler von kritischen Organisationen wie der Gesellschaft für Strahlenschutz und der Vereinigung „Ärzten in sozialer Verantwortung“ (IPPNW) teilnehmen sollten.

Zur Einführung in das Thema lädt die WAAG für den 23.11.16 zu einer Veranstaltung mit Dipl. Ing. Thomas Dersee ein. Dersee gründete nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 in Berlin mit Kollegen eine unabhängige Strahlenmessstelle, an die sich Bürger wenden konnten, und veröffentlichte regelmäßige Berichte über Kontaminationen von Nahrungsmitteln und Umwelt. Seinerzeit wollten die Behörden die Gefahr vertuschen.

Seit 1987 gibt er die kritische Monatszeitschrift Strahlentelex heraus. Für diese erhielt er den Umweltpreis für JournalistInnen des Jahres 2006 der Deutschen Umweltstiftung. Außerdem ist er im Vorstand der Gesellschaft für Strahlenschutz.

Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr im Hörsaal E der Ostfalia, Salzdahlumer Str. 46/48 in Wolfenbüttel statt.

Der Hörsaal E liegt im Abschnitt B des Hauptgebäudes direkt am Ein- bzw. Ausgang, der zum Parkplatz an der Salzdahlumer Str. führt, siehe https://www.ostfalia.de/cms/de/e/plaene_termine/plaene/

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Argumente der kritischen Wissenschaftler wurden nicht berücksichtigt

sam_0025Bei der Veranstaltung „Asse 2 – Flutung durch die Hintertür?!“ im vollbesetzten Rathaussaal von Wolfenbüttel diskutierten am Dienstagabend die Referenten Dr. Ralf Krupp, Dr.-Ing. Frank Hoffmann und Heike Wiegel mit dem Publikum kritische Anfragen an die Verfüll-Maßnahmen, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf der 750m-Sohle ab Januar 2017 vornehmen will.
Das BfS hat vor, dort ab Januar 2017 weitere Bereiche vor den Atommüll-Einlagerungskammern mit Sorelbeton zu verfüllen.

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Wir können was dafür, wenn wir nichts dagegen tun.

Die WAAG hat die Kreistagsfraktionen und die Landrätin gestern erneut zum Thema Betonierung/mangelnde Drainage angeschrieben.

Schon im September 2015 hatte die WAAG die Beschlussvorlage des Landkreises bzw. der Landrätin – zu dem damals schon brisanten Thema – bemängelt, siehe hier. Zur Sitzung am 14.10.16 hat die WAAG nachgefragt, wie der Kreistag die Begleitgruppe bei ihren Forderungen unterstützen will (siehe hier) und hat auf der Sitzung die lapidare Antwort der Landrätin erhalten, dass es rechtlich keine Möglichkeiten gäbe. Weiterlesen

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Veranstaltungshinweis: Asse II-Koordinationskreis informiert: Die Asse bringt es an den Tag…

Flutung durch die Hintertür?!

Drohende Verfüllung gefährdet unsere Region

  • Verfüllung   –  Flutungskonzept
  • Kammerzustände und Drainage bei Offenhaltung und Verfüllung
  • Machbarkeitsstudie und Risikoabwägung –  Auswirkungen

Referenten: Dr. Ralf Krupp – Dr. Frank Hoffmann – Heike Wiegel

 

 

Dienstag,

01.11.2016

um 19.30 Uhr

Ratssaal Wolfenbüttel

Stadtmarkt 3,

38300 Wolfenbüttel

Weitere Informationen unter www.asse-watch.de

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Erläuterungen zu den Fragen während der Bürgerfragestunde des Wolfenbütteler Kreistags am 17.10.2016

Während der Bürgerfragestunde des Kreistages sind nur Fragen, aber keine Erläuterungen zulässig. Da die gestellten Fragen mit einer Schilderung der Hintergründe besser nachvollziehbar sind, haben wir diese hier zusammengestellt:

 

  • Betonierung 

 Der (Noch-)Betreiber der Schachtanlage Asse II, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), beabsichtigt auf der 750 m – Sohle Betonierungsarbeiten vor den Einlagerungskammernvorzunehmen. Durch diese Arbeiten wird die weitere Überwachung des Laugenzuflusses erschwert wenn nicht gar verhindert. Es besteht die Gefahr, dass sich nach der Betonierung die Lauge in den Einlagerungskammern staut und der radioaktive und chemotoxische Müll durchnässt wird. Eine evtl. Durchnässung, aber auch die Betonierung der Zuwege ohne entsprechende Rückholungsplanung kann die Bergung des Atommülls absehbar erschweren. Dieses Vorhaben wird von den unabhängigen Wissenschaftlern der Arbeitsgruppe Optionenvergleich Rückholung (AGO) und den lokalen Vertretern in der Asse II-Begleitgruppe abgelehnt. Deren Vorschläge zur Stabilisierung mit entsprechender Drainage wurden weder vom Betreiber noch vom Landesbergamt ernsthaft geprüft. Wenn das Vorhaben des Bundesamtes für Strahlenschutz gestoppt werden soll, bedarf es Aktivitäten aller lokalen Interessenvertreter.  

Wir fragen deshalb den Kreistag: 

Welche Maßnahmen will der Wolfenbütteler Kreistag und die Landkreisverwaltung ergreifen, um der Forderung der lokalen VertreterInnen in der Asse II-Begleitgruppe Nachdruck zu verleihen?

 

  • Gesundheitsmonitoring an der Schachtanlage Asse II 

 Der Wolfenbütteler Kreistag hat beschlossen, ein Gesundheitsmonitoring im Umfeld der Schachtanlage Asse II einzurichten, um mögliche Gesundheitsrisiken durch den Betrieb der Schachtanlage zu erkennen. Dazu soll als erste Maßnahme eine Fachtagung zum Thema Niedrigstrahlung durchgeführt werden. 


Wir fragen den Kreistag:
 

Wie weit sind die Vorbereitung für diese Tagung fortgeschritten? Gibt es schon Planungen zum Teilnehmerkreis – insbesondere unabhängige Wissenschaftler – und zum Termin für die Veranstaltung? 

 

  •  Einbeziehung der Öffentlichkeit in die Geschehnisse rund um die Schachtanlage Asse II 

 Der Landkreis Wolfenbüttel und die Asse II-Begleitgruppe haben früher durch Öffentlichkeitsveranstaltungen den Dialog mit der Bevölkerung gesucht. Die letzten Veranstaltungen liegen mittlerweile geraume Zeit zurück.  Gerade in einer Zeit, in der vom Betreiber umstrittene Maßnahmen geplant werden, ist es geboten, die Bevölkerung über diese Vorhaben und die möglichen Auswirkungen umfassend und direkt zu informieren. 

 

Wir fragen deshalb den Kreistag: 

Welche Vorhaben sind zur Zeit geplant, um eine umfassende Information der Bevölkerung und einen Dialog mit ihr zu gewährleisten? 

 

  •  Betreiberwechsel 

 

Durch die Änderung der Behörden- und Betreiberstruktur und des Atomgesetzes wird die Schachtanlage Asse II in absehbarer Zeit nicht mehr vom Bundesamt für Strahlenschutz sondern von der bundeseigenen Gesellschaft für Endlagerung betrieben. Dieser Betreiberwechsel kann die Chance bieten, dass aktuelle Fehlentwicklungen (z. B. Betonierung) beendet oder korrigiert werden. Andererseits können durch den Betreiberwechsel auch negative Effekte eintreten, die konkretes Handeln (z.B. zeitliche Verzögerung, Wissensverluste) ebenso betreffen können, wie die grundsätzliche inhaltliche Ausrichtung des Betreibers, in dem u. a. die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) aufgehen wird. Die DBE befindet sich zu 75 % im Besitz der Atomidustrie.  

Wir fragen deshalb den Kreistag: 

Wie bewertet der Wolfenbütteler Kreistag Chancen und Risiken des Betreiberwechsels? Gibt es Aktivitäten der Verwaltung des Landkreises, darauf hinzuwirken, damit die beschriebenen möglichen negativen Effekte ausgeschlossen werden?

 

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