Inhalte vor Konsens

Erste Anmerkungen der WAAG zur Berichterstattung am 17.6.17 über den Asse II – Begleitprozess in den regionalen Medien und Schilderung von Erfahrungen der letzten Jahre

Nach der Berichterstattung ergeben sich für die WAAG einige grundsätzliche Fragen:

– Wieso wurden nur die vier HauptverwaltungsbeamtInnen beauftragt, eine neue Struktur für die Begleitgruppe zu erstellen?

– Warum wurden nicht Vertreter aller im Begleitprozess vertretenden Gruppen (HauptverwaltungsbeamtInnen, Vertreter der Kreistagsfraktionen, Vertreter der Zivilgesellschaft – sprich Bürgerinitiativen und Umweltverbände) beauftragt, gemeinsam einen Entwurf zu erarbeiten?

– Wer hat das so entschieden?

Eines ist offensichtlich:

Es gab bisher keinen „gemeinsamen Weg der Weiterentwicklung des Begleitprozesses“, also konnte er auch nicht von den Bürgerinitiativen durch die Veröffentlichung ihrer Vorstellungen einseitig aufgekündigt werden, wie es die Landrätin jetzt darstellt.

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WAAG schreibt Kreistagsfraktionen und Landrätin an zum Thema: „Asse II – Belastungen und Gefahren analysieren, Risiken minimieren“

Für die ehemalige Samtgemeinde Asse wurden 2010 für 2002 – 2009 signifikant erhöhte Krebsraten festgestellt – dreimal so viele Schilddrüsenkrebsfälle bei Frauen und doppelt so viele Leukämiefälle bei Männern. Frühere Zahlen liegen nicht vor, da das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen erst im Jahr 2000 gegründet wurde.

Ein beim Landkreis angesiedelter Expertenkreis kam zu dem Ergebnis, dass nicht „nachgewiesen“ werden konnte, dass ein Zusammenhang mit der Schachtanlage Asse II besteht. „Nachweisen“ lassen sich solche Zusammenhänge bisher nur statistisch. Was die Belastungen der Anwohner durch den Müll in der Schachtanlage Asse II angeht, so sind sie für die umliegenden Gemeinden weit größer als an jedem Atomkraftwerk.

Auch zu dem Phänomen der geringen Mädchengeburten, das auch an anderen Atomstandorten auftritt, heißt es in dem Bericht des Expertenkreises, dass nach „ergänzenden Analysen der übrigen Gemeinden, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schachtanlage befinden“ es sich in Remlingen um „einen statistischen Ausreißer handelt“. Dabei ergaben die Analysen von Dr. Scherb vom Helmholtz Zentrum, dass auch die Gemeinden Vahlberg, Kneitlingen und Evessen statistisch zu geringe Mädchengeburten aufweisen.

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Zwei Petitionen mit der Bitte um Unterstützung und weitere Verbreitung

https://www.openpetition.de/…/asse-ii-durch-geplante-verfue…

https://weact.campact.de/…/exportstopp-fur-brennelemente-na…

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Asse II: Umgebungsüberwachung fehlt es an Qualitätssicherung

IMG_20170403_181714Im Zusammenhang mit der erhöhten Krebsrate bat die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) Dr. Gellermann (Strahlenschützer und Radioökologe), die Messwerte der Umgebungsüberwachung um die Schachtanlage Asse II zu analysieren.

Nach seinen Feststellungen kam es zumindest zu Datenübertragungsfehlern und anderen Unstimmigkeiten, die trotz hoher Werte weder die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) noch beim Niedersächsischen Umweltministerium „geweckt“ haben.

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Mahnwache zu Asse II: 50 Jahr nass und nässer

Am 4.4.17 jährt sich der Tag der ersten Einlagerung von radioaktivem und chemotoxischem Müll in die Schachtanlage Asse II zum 50. Mal.

Am Montag, den 3.4.2017, findet die monatliche Mahnwache – wie gewohnt – ab 18.00 Uhr vor Seeliger, Lange Herzogstr. 63 in Wolfenbüttel statt.

Die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) lädt alle Engagierten und Interessierten herzlich zum gemeinsamen Rück-, Ein- und Zukunftsblick ein.

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Fragen zu den Asse-Akten

Der Nieders. Landtag hatte schon beschlossen, dass die Asse-Akten – nach deren Digitalisierung in Goslar – nach Hannover kommen sollten. Da startete die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) die Aktion „Die Asse-Akten sind Teil unserer Heimatgeschichte – sie gehören in den Landkreis Wolfenbüttel“, an der sich viele Bürgerinnen und Bürger beteiligten. Schließlich konnte erreicht werden, dass die Akten doch ins Staatsarchiv nach Wolfenbüttel kamen.

Bei einem Besuch des Staatsarchivs wurde deutlich, dass es Akten gibt, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Die WAAG will wissen, von wem diese Akten stammen und warum der Zugang für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger einschränkt wurde. Weiterlesen

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Pressemitteilung des Asse II-Koordinationskreises anlässlich der Sitzung des Umweltausschusses des Bundestages zum Standort-Auswahlgesetz am 8.3.2017: Asse II: Durch geplante Verfüllmaßnahme droht Flutung des Atommülls

 

Der zweifelhafte Umgang des Bundes mit seinem gescheiterten
Atommüll-Lagerort Asse II lässt nichts Gutes für die Auswahl eines
Standortes für wärmeentwickelnden Atommüll erwarten.

Bürgerinitiativen an der Asse sorgen sich um die weitere Entwicklung im
Atommüll-Lager Asse II bei Wolfenbüttel. „Hier wird anscheinend nicht nach
dem Stand von Wissenschaft und Technik gearbeitet, obwohl im Bergwerk Asse
II ca. 50.000 Kubikmeter Atommüll und außerdem hochgiftige Stoffe lagern“,
kritisiert Christiane Jagau vom BUND. In Asse II befinden sich u.a. ca. 28
kg Plutonium, ca.102 t Uran, ca. 87 t Thorium, Kernbrennstoffe und ca. 500
kg Arsen.

In den nächsten Monaten will das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) einen
Stollen auf der 750 m-Sohle mit Sorelbeton verfüllen, die ‚2. südliche
Richtstrecke nach Westen‘. Dieser Stollen führt vor den verschlossenen
Atommüll-Kammern entlang. Der Asse II-Koordinationskreis der
Bürgerinitiativen, Gruppen und Einzelpersonen, die sich gegen die Flutung
von Asse II engagieren, wendet sich gegen die geplante Verfüllung. Weiterlesen

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