Bürgerinitiativen fordern von Bundesumweltministerin Lemke, dass endlich eine Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt wird

 

Schon am 30. November haben die unabhängigen Bürgerinitiativen im Asse II-Koordinationskreis (A2K) sowohl die damals noch amtierende Bundesumweltministerin Schulze (SPD) als auch die designierte Bundesumweltministerin Lemke (Bündnis 90/Die Grünen) angeschrieben bezüglich der Entscheidung des Betreibers der Schachtanlage Asse II (BGE), die Konditionierungsanlage und das Zwischenlager wohnortnah auf nicht geeignetem Baugrund auf der Asse errichten zu lassen. Leider erhielten sie keine Rückmeldung.

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Stoevesandt verhinderte die Einlagerung von 100.000 Brennelementekugeln in Asse II

Am 16. Januar 1986 verstarb der Architekt Reinhold Stoevesandt, der sich bereits in den 1960er Jahren gegen das sog. „Versuchsendlager“ Asse II wandte. Ab Mitte der 1970er Jahre engagierte er sich als stellvertretender Landrat verstärkt gegen die weitere Einlagerung – anders als der damalige Landrat Helmuth Bosse und der Kreistag.

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AKW kann man stilllegen – Atommüll nicht

von Prof. Rolf Bertram, 30.12.2021

Innerhalb von 10 Jahren (1967 bis 1978) wurden 125.787 Gebinde mit radioaktiven Abfällen z.T. ungeordnet in ASSE II eingelagert. Diese Zahl ist das Einzige was als sicher gilt. Alle anderen Angaben über Ort, Art und Beschaffenheit sind mit großen Unsicherheiten behaftet. Bedingt durch zerquetschte und durchkorrodierte Gebinde kommen inzwischen flüssige, feste und gasförmigen Bestandteilen aller Art in Kontakt. In diesen Phasengemischen mit unterschiedlichen chemischen und radioaktiven Komponenten laufen chemische und strahlenchemische Reaktionen ab, durch die ständig weitere Reaktionsprodukte gebildet werden.

 „Es gibt Nichts, was es in ASSE nicht gibt“      

Die Besonderheit der ASSE-Müllmischungen besteht darin, dass unter dem Einfluss der allgegenwärtigen Radioaktivität die Zerfalls- und Neubildungsprozesse in den Lagerkammern immer unüberschaubarer werden. Das Inventar ist ständigen Veränderungen unterworfen. Diese Prozesse sind nicht aufzuhalten und werden mit der Zeit immer intensiver. 

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Atomkraft – nein danke! 

Pressemitteilung der BI Lüchow-Dannenberg

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In Brüssel wird derzeit um die künftige europäische Energiepolitik gerungen: „Es muss anerkannt werden, dass der fossile Gas- und der Kernenergiesektor zur Dekarbonisierung der Wirtschaft der Union beitragen können“, heißt es in einem Brüsseler Entwurfspapier, der in der Neujahrsnacht an alle 27 EU-Staaten geschickt wurde. Welche Position Deutschland einnimmt, ob – vor allem – die Atomkraft als „nachhaltig“, also förderungswürdig angesehen wird, sieht die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg als „Realitätscheck“ für die Ampelkoalition.  Weiterlesen

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Silvester vor 40 Jahren: Land NRW erteilte erste Baugenehmigung für Gronauer Atomfabrik /

Initiativen, BBU und IPPNW fordern sofortige Stilllegung!

(Gronau, Düsseldorf, Berlin, 30.12.2021) Zum Jahreswechsel haben Bürgerinitiativen aus mehreren Bundesländern, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) die sofortige Stilllegung der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (NRW) gefordert.

Aktueller Anlass der Forderung ist der 40. Jahrestag der Erteilung der ersten Baugenehmigung der bis heute umstrittenen Uranfabrik am Silvestertag 1981.

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Bürgerinitiativen im Asse II-Koordinationskreis schreiben an Landesumweltminister und Bundesumweltministerin

Zum Thema Zwischenlager und andere Atomanlage für den Müll aus Asse II hieß es von der Landrätin und Asse II-Begleitgruppe nach der Online-Veranstaltung am 22. November, dass „die Ergebnisse der Beleuchtung und die erfolgte Diskussion darüber die Grundlage für die weiteren Gespräche mit NMU, BMU und BGE bildet“.

In der Presse war zuvor am 9. November zu lesen, dass Landesumweltminister Lies zwar „eine erweiterte Klärung der Standortfrage“ angekündigt habe, aber auf der anderen Seite solle „nun das Antragsverfahren der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mit unverminderter Schubkraft fortgesetzt werden“.

Die unabhängigen Bürgerinitiativen im Asse II-Koordinationskreis (A2K) haben deshalb am 30. November bei Landesumweltminister Lies u. a. nachgefragt, bis wann welche Genehmigungsverfahren laufen bzw. wann sie enden, und ob eine offizielle Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt wird und wann sie eröffnet wird. Eine Antwort von Landesumweltminister Lies liegt noch nicht vor.

Gleichzeitig hat der A2K die damals noch designierte und heute amtierende Bundesumweltministerin Lemke angeschrieben und aufgefordert, das Antragsverfahren für eine Atommüll-Behandlungsanlage und ein Zwischenlager auf einem instabilen Baugrund auf der Asse und in der Nähe der Dörfer sofort und endgültig zu stoppen und eine Standortsuchanfrage bei Bundeseinrichtungen zu starten. Die Suchanfrage müsse nach konkreten Sicherheitskriterien vorgenommen werden: u. a. sicherer Baugrund mit mindestens vier Kilometer Abstand zu jeglicher Wohnbebauung und nicht im Überschwemmungsgefahrengebiet. Außerdem müsse die BGE eine modifizierte Planung vorlegen für getrennte Anlagen bei der das Minimierungsgebot – die Strahlenbelastung insgesamt und nicht nur wie bisher geschehen für die Transporte – zu berücksichtigen ist, auch damit die Strahlenbelastung durch Störfälle nicht zur Verzögerung der Rückholung führt. Auch von Bundesumweltministerin Lemke liegt noch keine Rückmeldung vor.

Die Schreiben an Landesumweltminister Lies und Bundesumweltministerin Lemke sind hier hinterlegt.

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Mahnwache am 6.12.2021 fällt aus

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation fällt die Mahnwache am 6.12.2021 aus.

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Mahnwache zum Asse-SchlamASSEl


Am Montag, den 6. Dezember findet die 117. Mahnwache zu Asse II & Co. statt. Dieses Mal beginnt sie ausnahmsweise schon um 17 Uhr und Treffpunkt ist nicht vor Seeliger, sondern auf dem Stadtmarkt vor dem Rathaus – nicht vor dem Haupteingang, sondern weiter links an der Treppe.

Das Hauptthema der Mahnwache wird der Abschlussbericht zum Beleuchtungsprozess sein, mit dem die Entscheidung für den wohnnahen Zwischenlagerstandort auf der Asse beleuchtet werden sollte. Das Ergebnis wurde schon bei der letzten Mahnwache vorgestellt, aber wie geht es jetzt weiter? Die Bürgerinitiativen im Asse II-Koordinationskreis haben ihre klaren Forderungen schon gestellt.

In welchem Verhältnis steht Gesundheit und Strahlenrisiko? Der fehlende Fingerabdruck bei einem diagnostiziertem Krebs und die Latenzzeit von z.T. 20 Jahren und mehr, lässt das Gesundheitsrisiko bei ionisierenden Strahlungen schwer einschätzen. Die verharmlosende Pressemitteilung des BfS zum 11.03.2020 (zu Fukushima und Olympia) veranlasste damals Paul Koch (Sozialdiakon i.R.) einen offenen Brief an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zu schreiben und eine Petition zu starten, die dem BfS am 11.03.2021 übergeben wurde. Über diese und weitere Aktionen zum Thema „Strahlenrisiko/Gesundheitsrisiko“ wird Paul Koch auf der Mahnwache berichten.

Die Wolfenbütteler Atom(undKohle)AusstiegsGruppe (WAAG) lädt alle Interessierten herzlich ein, sich zu informieren und auszutauschen. Die geltenden Corona-Regeln werden vorher verlesen und sind einzuhalten.

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Tatort-Begehung an der Asse

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Asse II fordert drei sofortige Konsequenzen aus dem Ergebnis des Beleuchtungsprozesses

1) Das Antragsverfahren für eine Atommüll-Behandlungsanlage und ein Zwischenlager an der Asse muss unverzüglich gestoppt werden denn der Expertenbericht zeigt viele erhebliche Mängel in den BGE-Planungen auf.

2) Die BGE muss sofort eine Standort-Suchanfrage bei Bundeseinrichtungen starten, grundsätzlich vergleichbar der Abfrage der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), allerdings mit modifizierten/konkreten Sicherheitskriterien für den Standort. Und zwar bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), der Deutschen Bahn AG (DB), der Bundesverwaltungs- und verwertungs GmbH (BVVG) und der Bundeswehr. Die Suche muss sich auch auf vorhandene Tunnel- oder Bunkeranlagen erstrecken.

3) Die BGE soll eine modifizierte Planung vorlegen für getrennte Anlagen mit den Sicherheitskriterien: sicherer Baugrund mit mindestens vier Kilometer Abstand zu jeglicher Wohnbebauung und nicht im Überschwemmungsgefahrengebiet.

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