Einladung der IG Metall Salzgitter/Peine zum Spaziergang am Gelände der Schachtanlage Konrad am 02. Juli 15 Uhr


Treffpunkt an der Schachtanlage Konrad, Bleckenstedter Str. 50, 38239 Salzgitter
Mehr auf https://www.igmetall-salzgitter-peine.de/fileadmin/user2/News/2021/Dokumente/29.MobileAtomaufsicht-Plakat_02072021__002_.pdf

IG Metall: Nach Gorleben auch Schacht Konrad aufgeben! Bezirkskonferenz unterstützt Kampagne: „KONRAD_GAMEOVER“
https://www.igmetall-salzgitter-peine.de/aktuelles/meldung/bezirkskonferenz-unterstuetzt-kampagne-konrad-gameover/

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Endlich: 111. Mahnwache zu Asse II & Co. am Montag, den 7. Juni Treffpunkt ist wieder ab 18 Uhr vor Seeliger, Lange Herzogstr. 63, Wolfenbüttel.

Auf der Mahnwache wird über die Standortsuche für das Zwischenlager für den zu bergenden radioaktiven und chemotoxischen Müll aus der Schachtanlage Asse II berichtet. Z.Zt. soll es einen sog. „Beleuchtungsprozesses“ in Bezug auf die Standortentscheidung des Betreibers der Schachtanlage Asse II, der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), geben. Nach welchen Kriterien die „Beleuchtung“ erfolgen soll und welchen Einfluss das Ergebnis des „Beleuchtungsprozesses“ auf die Entscheidung der BGE konkret haben kann/wird, will die Wolfenbütteler Atom(undKohle)AusstiegsGruppe (WAAG) bis dahin noch erfragen. Unsere Anfragen an den Asse-Gesamtkoordinator Sikorski und Umweltminister Lies sowie an die Landrätin und die Asse 2-Begleitgruppe finden Sie weiter unten.

Die Bürgerinitiativen fordern seit langem einen Standort mit einem Abstand von mindestens 4 km zur nächsten Wohnbebauung. Die von der BGE gewählten Standorte haben max. 1 – 2 km Abstand zu den umliegenden Dörfern.
Es wird außerdem darüber berichtet, wie der Kreistag bisher beim Thema Gesundheitsmonitoring rund um die Schachtanlage Asse II vorgegangen ist.
Die Bürgerinitiative WAAG lädt alle Interessierten und Engagierten ein, sich zu informieren und auszutauschen. Jede/r kann seine Fragen oder Ideen einbringen.
Wie schon bei den Mahnwachen im letzten Jahr, sind die Corona-Regeln – selbstverständlich – einzuhalten.

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Beleuchtungsprozess … eine Glosse

Eigentlich wollte ich mich als Zugezogene aus Berlin über die Asse als Gebirgslandschaft im Landkreis WF und damit auch über die Problematik zum Atommüll in Asse-2 informieren, da taucht ein unbekannter Begriff auf: „Beleuchtungsprozess“.

Ich „Googel“ sofort „Beleuchtungsprozess“ und werde kaum fündig…Licht und Design, Beleuchtungen aller Art … und dann auch der „Beleuchtungsprozess der Asse-2-Begleitgruppe“…

Als Zugezogene frage ich mich sofort: was ist das?

Ich verstehe es nicht…es gibt eine Begleitgruppe, die nicht wirklich kritisch begleitet und nun soll noch Licht ins Dunkel gebracht werden durch einen Beleuchtungsprozess? Ich belese mich nun im Onlinewörterbuch … https://www.dwds.de/wb/beleuchten
… es soll erhellt werden, angestrahlt werden, aufgeklärt werden, transparent gemacht werden…

Aber was? Und wer? Und durch wen? Und wie?

Und es stellt sich mir auch die Frage nach dem eingesetzten Begleitprozess …
Warum gibt diese zwei Prozesse: den Begleitprozess und den Beleuchtungsprozess überhaupt?

Da kommt mir ein böser Gedanke, dass es nur neue Begriffskreationen sein könnten zum Verschleiern und Ablenken von Untätigkeit, Verzögerung und  Verantwortungslosigkeit im Prozess der Rückholung des Atommülls aus der Asse?
Vielleicht hat es ja wenigstens ein Gutes: wir sind eine Region mit neuen Wortschöpfungen und tragen zur Vielfalt der Sprache bei und bringen zwei neue Einträge im Digitalen Wörterbuch der Deutschen Sprache.

Von S.

Reaktionen:

So wird es wohl sein! Beleuchtungsprozess, der das beleuchtet, was wir alle schon kennen, und der das Licht ausschaltet vor dem, was wir nicht sehen sollen!

Gruß P…

Es könnte ja sein, dass der „Beleuchtungsprozess“ eigentlich als ‚Blendungsprozess‘ gemeint ist. Denn wenn man in Beleuchtungsköper schaut, kann man ja schnell  geblendet werden.  Vielleicht wollen ja die Beleuchtungsbetreiber ja dies bewirken.

Herzliche Grüße

B…

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Gegenwind: Der rote Atommüll-Faden

Die Geschichte des Umgangs mit Atommüll in Deutschland ist von einem „roten Faden“ bestimmt. Dieser „rote Faden“ besteht darin, dass bei der Standortauswahl nicht die größtmögliche Sicherheit der bestimmende Faktor war. Entscheidend war durchgängig die Antwort auf die Frage: Wo ist dieser Standort (vermeintlich) am besten durchsetzbar?

Die Schachtanlage Asse II wurde ausgewählt, weil die Asse-Region im strukturschwachen Zonenrandgebiet lag und der Salzabbau aufgegeben wurde. Da kam das „Arbeitsplatz-Argument“ gerade recht. Sicherheitsbedenken gegen die Einlagerung in einem gebrauchten Bergwerk und die bekannten Wassereinbrüche wurden vom Tisch gewischt. Hinzu kam, dass es mit dem günstigen Kaufpreis von 750.000 DM ¹ ein weiteres schlagendes Element für den Standort Asse II gab. Die Verantwortlichen vom Betreiber bis zu den politisch Verantwortlichen (im übrigen auch die Mehrzahl der lokalen Politiker einschließlich des damaligen Landrates) waren sich nicht zu schade unter dem Etikett des „Versuchsendlagers“ den damals gesamten vorhandenen Atommüll aus den bundesdeutschen Atomkraftwerken in der Schachtanlage Asse II im wahrsten Sinne des Wortes abzukippen. Um den Anstrich des Forschungsbergwerkes zu wahren, erfolgte die Anlieferung des Atommülls in großem Umfang nicht direkt aus den Zwischenlagern der Atomkraftwerke, sondern über den Umweg des Forschungszentrums Karlsruhe. So erklärt sich, dass von 125.787  Gebinden, die insgesamt eingelagert wurden, 61.189 Gebinde vom Forschungszentrum Karlsruhe abgeliefert wurden. ² Darüber hinaus wurde die Schachtanlage Asse II zum Endlager für Sondermüll jeglicher Art genutzt – bis hin zu einer halben Tonne Arsen.

Auch für Schacht Konrad waren die Zonenrandlage und die kriselnde Stahlindustrie durchschlagende Argumente für die Standortentscheidung. Dabei spielte es keine Rolle, dass auch Schacht Konrad ein gebrauchtes Bergwerk war und dort mehr Wasser einlief und einläuft. Selbst das Desaster durch die zunehmenden Wassereinbrüche in der Schachtanlage Asse II führten bisher nicht dazu, Schacht Konrad grundsätzlich infrage zu stellen. Es wird daran festgehalten, den gesamten schwach- und mittelradioaktiven Atommüll aus den Atomkraftwerken dort einzulagern.

Die Entscheidung für das geplante „Entsorgungszentrum“ in Gorleben ist nicht nur durch das Bild des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht mit einem Fingerzeig auf die Landkarte verbunden. Auch das Wendland galt als strukturschwaches Gebiet. Auch hier sollte mit dem Versprechen von Arbeitsplätzen Akzeptanz in der Bevölkerung geschaffen werden. Der Standort Gorleben ragte zudem in einer Landnase in das Gebiet der ehemaligen DDR. Das Gebiet um Gorleben ließ sich zudem in einem Havariefall leicht abriegeln. Die Sperrung von zwei Straßen reichte dazu aus. Dass sich der Salzstock in Gorleben nicht durchsetzen ließ, sondern am Widerstand der Bevölkerung scheiterte, ändert nichts an der ursprünglichen Absicht.

Auch bei weiteren Standortentscheidungen setzt sich dieser „roten Faden“ fort. Dies gilt für die Brennelementefabrik in Lingen, die Urananreicherungsanlage in Gronau und das Zwischenlager in Ahaus. Überall treffen wir auf (ehemals) strukturschwache, dünnbesiedelte Regionen und Standorte – wie besonders augenfällig das Zwischenlager in Ahaus -, die nahe der Grenze lagen.

Auch die Standortentscheidungen der DDR folgten dem gleichen Muster. Morsleben und Greifswald stehen hier als Beispiele. Morsleben lag zudem im militärischen Sperrgebiet. Das „Endlagergeschäft“ konnte hier so betrieben werden, dass es von einer breiten Öffentlichkeit gar nicht wahrgenommen wurde. Im Morsleben finden wir eine Parallele zur Schachtanlage Asse II. Auch in diesem Atommülllager wurde Müll eingelagert, der nicht aus der Atomenergieerzeugung stammt. Hierbei handelt es sich um das sogenannte Radiumfass, das die Hälfte der Einlagerungsaktivität³ des radioaktiven Inventars darstellt. An eine Bergung dieses Fasses wird – wie nicht anders zu erwarten – nicht gedacht. In Morsleben wurden bis 1991 aus Atomanlagen der ehemaligen DDR 14.500 Kubikmeter Atommüll eingelagert.

Morsleben ist jedoch kein „DDR-Endlager“. Vom 13. Januar 1994 bis zum 25. September 1998 sind zusätzlich ca. 22.320 Kubikmeter Abfälle, auch aus den alten Bundesländern, eingelagert worden (Quelle). Die Einlagerung wurde am 25. September 1998 durch einen Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Sachsen-Anhalt über einen einstweiligen Rechtsschutz gestoppt. Zweieinhalb Jahre später erklärte der Betreiber, das Bundesamt für Strahlenschutz, dass es auf weitere Einlagerungen verzichtet.

Die Gegenwart:

Das Prinzip, das Standorte nicht danach ausgewählt werden, wie die größtmögliche Sicherheit für die Bevölkerung erreicht werden kann, setzt sich aktuell fort. Die geplanten Standortentscheidungen für ein Eingangslager für Schacht Konrad in Würgassen und für die Konditionierung und die zeitlich unbestimmte Zwischenlagerung für den Atommüll und den chemotoxischen Müll aus der Schachtanlage Asse II sind von der Überlegung bestimmt, wo sich diese Anlagen vermeintlich am einfachsten durchsetzen lassen.

Hierauf werden wir in gesonderten Beiträgen eingehen.

Asse II, die Endlagersuche und die Grundsatzfrage

Für die Initiativen in der Region war der Wechsel der Betreiberschaft vom Bundesamt für Strahlenschutz zur BGE mit Hoffnungen und auch mit einem Vertrauensvorschuss verbunden.

Wie fahrlässig und verantwortungslos die BGE mit diesem Vertrauensvorschuss umgeht, wird aktuell wieder einmal deutlich. Die Standortentscheidung der BGE für ein Zwischenlager direkt an der Asse – ohne jeglichen Vergleich mit Standorten, die weiter von der Wohnbevölkerung entfernt sind – soll von einem Schiedsgremium überprüft werden. Dieses Ergebnis will die BGE nicht abwarten, sondern will vor dem Ergebnis dieses Schiedsgremiums die Planungsaufträge für einen asse-nahen Standort eines – zeitlich bisher unbegrenzten – Zwischenlagers vergeben.

Die BGE ist ein Unternehmen in 100-prozentigen Bundesbesitz. Von einem solchen Unternehmen muss erwartet werden, dass es sich an demokratische Grundsätze hält. Dazu gehört auch, dass Planungen überprüft werden und dass das Ergebnis dieser Prüfungen abgewartet wird, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Die BGE scheint das Ergebnis dieser Prüfungen jedoch nicht zu interessieren. Oder schielt die BGE auf das Tesla-Vorgehen in Brandenburg: Wir bauen erst einmal, die Genehmigungen beschaffen wir uns später.

Erschreckend ist, dass die BGE dieses Vorgehen praktiziert. Mit Stefan Studt und Steffen Kanitz nehmen u. a. ein ehemaliger Landesminister aus Schleswig-Holstein und ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter aus einem Dortmunder Wahlkreis zentrale Funktionen in der Geschäftsführung wahr. Zumindest diese beiden Mitglieder der Geschäftsführung der BGE sollten sich der politischen Wirkung ihres Vorgehens bewusst sein. Das Ergebnis ihres Handels spricht eine andere Sprache.

Offensichtlich ist schon jetzt: Für die Endlagersuche für den hochradioaktiven Atommüll erzielt die BGE an der Asse ein Eigentor. Denn die BGE ist auf dem Weg, das endgültig zu verspielen, was sie an der Asse hatte und für die Endlagersuche dringend braucht. Sie hatte an der Asse die Chance, Vertrauen zu schaffen. Diese Chance haben die Führungskräfte der BGE offenbar gar nicht erkannt. Sonst hätten Sie die Chance nicht derart fahrlässig verspielt.

Es stellt sich unweigerlich die Frage, ob diese Personen der Verantwortung ihrer Aufgabe gewachsen sind. Diese Frage werden wir in einem weiteren Beitrag kritisch bewerten.

¹ https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/Hintergrund_Asse_Stand_07052009_0.pdf . Es gibt jedoch weitere Quellen, die von einem Kaufpreis von 600.000 oder 700.000 DM ausgehen, z. B.   https://web.archive.org/web/20141219193029/http://www.greenpeace.de/files/PErA_BesprechungsnotizNr.12_0.pdf

² https://docplayer.org/22335228-Ag-asse-inventar-abschlussbericht.html – dort auf Seite 16 und 17  

³ https://www.atommuellreport.de/daten/detail/era-morsleben.html – dort unter besondere Gefahren letzter Absatz 

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Gegenwind

Unter dem Titel „Gegenwind“ werden wir in der nächsten Zeit eine Reihe von Artikeln veröffentlichen, die das Handeln im Umgang mit Atommüll kritisch betrachten, Entwicklungen bewerten, Zusammenhänge darstellen.

Auch nach dem Atomausstieg, der kein vollständiger Atomausstieg ist, da die Urananreicherung und die Brennelemente weiterbetrieben werden, Forschung weiterbetrieben wird und die Euratom weiter finanziert wird, gibt es genug Gründe weiter Gegenwind zu erzeugen.

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Offener Brief zum Endlagerprojekt CIGEO in Bure/Lothringen wegen fehlender Beteiligung der Nachbarländer

5. Mai 2021

Sehr geehrte  Frau Bundesumweltministerin Svenja Schulze,
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Herr Umweltminister Franz Untersteller bzw. Nachfolger
sehr geehrter Herr Ministerpräsident Tobias Hans und Herr Umweltminister Reinhold Jost,
sehr geehrte  Frau Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Frau Umweltministerin Anne Spiegel,

mitten in der Großregion soll ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll entstehen. Wir unterstützen den offenen Brief der französischen Zivilgesellschaft und zahlreicher Umwelt- und Antiatomkraftinitiativen mit denen wir uns seit Jahrzehnten gegen das Endlagerprojekt Bure, inzwischen zu CIGEO umbenannt – engagieren. Diese fordern, dass auch die Nachbarländer informiert, angehört und öffentlich beteiligt werden, wozu die Übereinkommen von Aarhus als auch das Übereinkommen von Espoo völkerrechtlich verpflichten.

Neben den erheblichen Risiken wie Explosionsgefahr, Grundwasserverseuchung, Transportunfälle und die Freisetzung von Radioaktivität in die Biosphäre, die damit einhergehen, hat so ein Endlager auch eine politische Funktion: es dient dem Weiterbetrieb der Atomanlagen – darunter der durch viele Pannen und Störfälle bekannte Atomkomplex von Cattenom.
Während aktuell ein Fernsehfilm zeigte, wie Luxemburg durch einen Super-GAU von der Landkarte gewischt würde, zeigen sowohl die Serie Chernobyl als auch der Film „Tschernobyl“ anschaulich, wieviel menschliches Leid durch Atomenergie verursacht wurde und wird –  zusätzlich zu langfristigen Umweltzerstörungen und Verseuchungen.

Wir bitten Sie konkret sich – wie im Brief angesprochen – für die Beteiligung und Anhörung unserer Bundesländer einzusetzen, also nicht zu warten, ob Frankreich seine Verpflichtungen eventuell noch zu erfüllen gedenkt, sondern sie jetzt aktiv einzufordern.

Anbei der offene Brief im französischen Original sowie unsere deutsche Übersetzung.

Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Quaré und Markus Pflüger für das Antiatomnetz TrierArbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. Rheinland-Pfalz-SaarlandQuattroPax – Friedens- und Solidaritätsnetzwerk in der GroßregionBürgerinitiative Energiewende-MainzBürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.Bündnis für die „Sichere Verwahrung von Atommüll in Baden-Württemberg“Bure-Solidaritäts-Gruppe DreyecklandDie Mütter gegen Atomkraft e.V.Dieter Kaufmann, Arbeitskreis gegen Atomanlagen Frankfurt am MainFriedens-Netz SaarGreenpeace SaarMehr Demokratie e.V. Landesverband Rheinland-PfalzReiner Aulenbacher Sprecher der Umweltgewerkschaft, Regionalgruppe SaarWolfenbütteler Atom(undKohle)AusstiegsGruppe (WAAG)AKW-NEE-Gruppe AachenNaturFreunde Deutschlands

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Übergabe der Petition

Gegen die Verharmlosung zu Fukushima und Olympia 2020/2021“

an das Bundesamt für Strahlenschutz

Geplant war, dass möglichst viele Petitionsunterzeichner bei der Petitions-Übergabe an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) dabei sind. Gleich zu Beginn dieser Überlegungen meldeten sich 3 Japanerinnen aus dem Großraum Dortmund zu dieser Übergabe an. In der Hoffnung dann noch mehr Zuspruch von Auswärtigen zu erhalten, planten wir eine Tagesveranstaltung mit Übernachtungs-möglichkeit, damit sich die Reise auch lohnt. Nach der Petitionsübergabe hätten wir dann das Info-Zentrum Schacht Konrad besucht, und wären anschließend nach Braunschweig in die Ev. Akademie gefahren. Dort hätten wir unsere Gäste mit einem Power-Point-Vortrag (und im Gespräch mit Bürgerinitiativen) über das Weltatomerbe Braunschweiger Land informiert. Am Abend dann war die Informations-Veranstaltung „Grenzwerte ionisierender Strahlung zwischen Verharmlosung und Hysterie“ geplant. Als Referenten waren Dr. Hagen Scherb und ein Wissenschaftler des BfS vorgesehen. Bezüglich der Abendveranstaltung war es leider die zweite coronabedingte Absage (11.03.2020 / 11.03.2021). Bis auf die Petitionsübergabe wurde nun alles auf den 11.03.2022 verschoben.

Die Koordination der Petitionsübergabe lief über Berlin (BfS/Präsidialbüro, Planung, Steuerung und Controlling) und es war von Anfang an klar, dass die Petition nicht von Dr. Paulini angenommen werden wird, weil sie am 11.03. (Fukushima-Jahrestag) bereits andere Termine hat. Termin und Uhrzeit war zwar lange klar, aber die allerletzt Bestätigung kam am 02. März (9 Tage vor dem Termin): „ich kann Ihnen nun mitteilen, dass der Petitionsübergabe am 11.03. um 13 Uhr aus unserer Sicht nichts entgegensteht.“

In der selben Mail wurde nach unserem Übergabe-Konzept gefragt: „Ich möchte Sie bitten, mir kurz den geplanten Ablauf der Petitionsübergabe zu schildern, insbesondere den zeitlichen Rahmen – damit sich Herr Karwath und Herr Schwarz darauf einstellen können.“

Der ausführlichen Schilderung unseres Plans mit der zeitlichen Einschätzung von max. 30 Minuten folgte relativ schnell ein Gegenvorschlag: „vielen Dank für Ihre E-Mail. Wie Sie wissen, findet anlässlich des Jahrestages eine hochrangige Veranstaltung des Bundesumweltministeriums statt, an der die Leitung des BfS und auch Herr Karwath eingebunden sind, so dass uns nur ein enges Zeit-fenster für die Übergabe der Petition zur Verfügung steht. Zudem ist Ihr Vorschlag auch deutlich umfangreicher als aus unserer Sicht für die Übergabe von Petitionen üblich.

Unser Vorschlag für den Ablauf wäre daher Folgender:

1) Begrüßung durch die Petenten

2) Kurzes Statement der Petenten

3) Übergabe der Petition

4) Kurzes Statement vom BfS

5) Verabschiedung

Für diesen Ablauf halten wir ein Zeitfenster von max. 15 Minuten für ausreichend und unsererseits gut machbar. Eine Diskussion halten wir – insbesondere vor dem Hintergrund, dass seitens des BfS keine Expert*innen aus der Fachabteilung teilnehmen können – nicht für sinnvoll.“

4 Tage vor der Übergabe wurde ein Wetterumschwung mit Unwetterwarnung herausgegeben. Kein Wetter, dass sich eignet um auf der Wiese am „Lutherbaum“ gegenüber des BfS die Petition zu übergeben. Ich fragte beim BfS an, ob wir, wenn die Unwettervorhersage tatsächlich eintritt, die Übergabe vor dem Haupteingang durchführen können.

Das Unwetter war dann nicht ganz so schlimm, aber wir blieben zur Sicherheit dann dabei, die Petition am Haupteingang des BfS zu übergeben.

Coronabedingt „nur“ vier Personen gingen mit 3 Banner und einem Ordner mit der Petitions-Unterschriftenliste und anderen Unterlagen zum „Offenen Brief an das BfS“ zum Haupteingang vom BfS. Wir werden bereits vom Chef des BfS-Präsidialbüros und einem Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit erwartet. Das lokale Fernsehen (TV38/Salzgitter) war auch mit dabei.

Paul Koch (Initiator des „Offenen Briefs“ und der „Petition“) stellt die Mit-Pedanten vor und erläutert das Anliegen der Petition. Anschließend wird der Ordner mit Unterlagen übergeben. Julian Karwath (BfS) nimmt die Petition entgegen und bedankt sich bei den Pedanten für ihr Engagement. Er betont die Wichtigkeit, sich als Bürger einzubringen, wann immer es Anlass dazu gibt. Auf die Frage der TV-Reporterin, ob das BfS in Zukunft noch mehr Petitionen befürchten muss, antwortet Herr Karwath: Nein, es ist keine Befürchtung, im Gegenteil wir freuen uns über das Engagement der Bürger. Nach der Übergabe ist das Wetter plötzlich wieder so schön, dass wir auf die Wiese gegenüber dem BfS am „Lutherbaum“ von TV38/SZ noch interviewt werden konnten.

Ausführliche Informationen zum „Offenen Brief an das BfS“ mit den Schreiben der unterstützenden Wissenschaftlern Dr. Hagen Scherb, Dr. Andreas Singler und Dr. Florian Meißner finden Sie hier: https://akjapan.home.blog/2018/12/30/aktuelles-aus-dem-arbeitskreis-japan/)

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Asse II: Frühlings- statt Neujahrsspaziergang vor Ort am 21. März

Den traditionellen Neujahrsspaziergang hatte die Wolfenbütteler Atom(undKohle)AusstiegsGruppe (WAAG) – aus bekannten Gründen – abgesagt. Den Spaziergang vor Ort will sie am Sonntag, den 21. März ab 16 Uhr nachholen. Der Treffpunkt ist vor der Schachtanlage Asse II, Am Walde 2 in Remlingen.

Leider gibt es Gründe genug, sich neu oder weiterhin und jetzt erst recht, mit dem Thema Asse II zu beschäftigen. Die Entscheidung über den Standort für das Zwischenlager und die Konditionierungsanlage wurden einfach mal so vom Staatssekretär des Bundesumweltministeriums, Herrn Flasbarth (SPD) verkündet. Sie sollen in der Asse errichtet und betrieben werden. Das heißt aber leider auch, dass sie in unmittelbarer Nähe der Dörfern stehen würden. Alternativen mit mehr Abstand zur Wohnbebauung wurden offensichtlich nicht in Erwägung gezogen. 

Was für den Schutz vor dem Corona-Virus gilt, gilt auch für den Schutz vor radioaktiven Belastungen – Abstand halten! Allerdings reichen hier nicht 1,5 m, auch nicht 1,5 km, sondern es sollten schon 4 km sein.

Die jetzt vom Betreiber der Schachtanlage Asse II, der BGE, angebotene „Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung – Eine Einladung zum Mitmachen“ bezieht sich auf den Umgang mit den unbelasteten Gesteinsmassen, die durch das Abteufen des neuen Schachtes entstehen. Warum gibt es dieses Angebot erst jetzt? Warum gab es die „Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“ nicht zum Thema  Standorte für das Zwischenlager und die Konditionierungsanlage?

Die Wolfenbütteler AtomAussteigsGruppe lädt alle Interessierten herzlich ein, sich am 21. März den vom Betreiber und vom Bundesumweltministerium ausgewählten Standort anzusehen, sich zu informieren, Informationen einzubringen und sich auszutauschen. 

Zu Beginn der Veranstaltung wird über die Hygieneauflagen des Gesundheitsamtes informiert. Alle Teilnehmenden werden gebeten, eine Mund-Nasen-Bedeckung mitzubringen.

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Jahresrückblick

Hier geht es zum Jahresrückblick des Asse II-Koordinationskreises (A2K).

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Neujahrsgrüße

Da der Neujahrsspaziergang nicht stattgefunden hat, haben wir bei einem „corono-konformen“ Besuch an der Schachtanlage Asse II unsere Forderung nach der Einhaltung eines Abstandsgebots für geplanten Atomanlagen von der Wohnbebauung deutlich gemacht.

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